Kopfgeld für Botnetz-Betreiber Microsoft belohnt Hinweise auf Rustock-Botnetz mit 250.000 US-Dollar

Redakteur: Stephan Augsten

Im Kampf gegen das Rustock Botnet ruft Microsoft mögliche Kopfgeld-Jäger auf den Plan: Bis zu 250.000 US-Dollar winken demjenigen, der Informationen und Hinweise liefern kann, die zur Ergreifung und Verurteilung der Botnetz-Betreiber führen. Derweil ist der Software-Hersteller weiter bemüht, weitere Bot-Rechner zu desinfizieren.

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Obwohl das Rustock-Botnet bereits seit März 2011 inaktiv ist, versucht Microsoft die Urheber des Zombie-PC-Netzwerks dingfest zu machen. Auf seinem Höhepunkt kontrollierten die Cyber-Kriminellen mithilfe ihrer Command-and-Control-Server (C&C-Server) schätzungsweise eine Millionen Zombie-PCs.

Monatelang war das Botnetz für riesige Spam-Wellen verantwortlich. Die Abermillionen verschickten E-Mail-Nachrichten warben beispielsweise für bestenfalls wirkungslose Arzneimittel und pornographische Web-Inhalte. In Zusammenarbeit mit den amerikanischen Ermittlungsbehörden gelang es Microsoft, die Server diverser Hosting-Provider in sieben US-Städten zu beschlagnahmen.

Trotz dessen sind noch immer hunderttausende Computer mit dem Rustock-Bot infiziert. Eine potenzielle Bedrohung, auch wenn scheinbar noch keine Anstrengungen unternommen wurden, das Botnetz neu aufzusetzen. Deshalb versucht Microsoft, infizierte Zombie-Rechner unter tatkräftiger Mithilfe der Internet Service Provider zu desinfizieren.

Doch in Redmond gibt man sich nicht damit zufrieden, nur das Botnetz unschädlich zu machen – auch die Betreiber sollen büßen. Um die Privatermittlung zu beschleunigen, hat Microsoft eine Belohnung von bis zu 250.000 US-Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zur Identifizierung, Festnahme und Überführung der Cyber-Kriminellen führen.

Da das Rustock-Botnetz länderübergreifend aktiv war, dürfen sich Kopfgeldjäger weltweit an der Aktion beteiligen. Eine E-Mail an avreward@microsoft.com genügt. Im Rahmen der eigenständigen Fahndung behält Microsoft sich das Recht vor, sämtliche Hinweise eigenständig zu prüfen, hinsichtlich ihrer Plausibilität zu beurteilen und an die zuständigen US-Behörden weiterzuleiten.

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