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Microsoft Malware Protection Center ausgeweitet Microsoft reagiert mit Antivirus-Labor in München auf lokale Gefahren

| Redakteur: Stephan Augsten

Im Kampf gegen Malware und Spam richtet Microsoft ein Antivirus-Labor bei München ein, um besser auf regionale Attacken reagieren zu können. Erste Malware-Analysten haben ihre Arbeit am Standort Unterschleißheim bereits aufgenommen, um das Microsoft Malware Protection Center (MMPC) bei der Bekämpfung von Schadcodes zu unterstützen.

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Vinny Gullotto, General Manager des MMPC: „Mit Eröffnung des Forschungslabors können wir gezielt und schnell auf Gefahren reagieren.“
Vinny Gullotto, General Manager des MMPC: „Mit Eröffnung des Forschungslabors können wir gezielt und schnell auf Gefahren reagieren.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Microsoft hat innerhalb des deutschen Firmenkomplexes in Unterschleißheim ein Anti-Malware-Labor eingerichtet, das nun sukzessive ausgebaut wird. Damit reiht sich München in Sachen Sicherheit neben Redmond, Melbourne und Dublin in die Liste der vier wichtigsten Microsoft-Standorte ein. Kleinere Security-Forschungszentren finden sich in Vancouver, New York, Los Angeles und Peking.

„Das Labor befindet sich […] sowohl zentral in Europa als auch strategisch günstig in der Nähe der Partner-Support-Zentren von Microsoft“, begründet Vinny Gullotto, General Manager des Microsoft Malware Protection Centers (MMPC) die Entscheidung für den deutschen Standort. Zunächst habe auch zur Debatte gestanden, das bestehende Antivirus-Labor in Dublin auszuweiten.

Von dem neuen Antivirus-Labor erhofft sich Gullotto, dass Microsoft in Zukunft noch schneller auf Bedrohungen in Europa, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika reagieren kann. Zu den Hauptaufgaben der Antivirus-Forscher zählen beispielsweise Analyse und Reverse Engineering von Schadcode-Familien. Dabei ist das Zentrum insbesondere auf das Feedback der weltweit eingesetzten Microsoft-Sicherheitsprodukte bzw. ihrer Benutzer angewiesen.

Die gewonnenen Forschungsergebnisse fließen wiederum in diverse Microsoft-Produkte und ihre Sicherheitskomponenten ein. So profitieren unter anderem der Internet Explorer mit dem Smartscreen-Filter, Antivirus-Produkte wie die Microsoft Security Essentials, Microsoft Forefront Endpoint Protection und Windows Defender oder auch die Suchmaschine Bing von den Ergebnissen.

Mit Blick auf die wachsende Bedrohung für mobile Geräte sei nicht auszuschließen, dass sich einige Mitarbeiter auch mit solchen Attacken auseinandersetzen, so Gullotto. Vorerst befasse sich das hiesige Security-Team, dessen Leitung fortan Research and Response Manager Katrin Totcheva obliegt, aber mit Client- und Server-Bedrohungen. Außerdem stehen im Kampf gegen Malware laut Gullotto noch weitere Trends wie Cloud Computing und Virtualisierung auf der Roadmap.

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