Digitalisierung der Öffentlichen Verwaltung

Mitarbeiter als tragende Säule der Sicherheitsarchitektur

| Autor / Redakteur: Catrin Hinkel* / Susanne Ehneß

71 Prozent der befragten Behörden geben die Qualifizierung von Führungskräften und Mitarbeitern in digitalen Kompetenzen als relevante Herausforderung an
71 Prozent der befragten Behörden geben die Qualifizierung von Führungskräften und Mitarbeitern in digitalen Kompetenzen als relevante Herausforderung an (Bild: Pixabay)

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch in der Öffentlichen Verwaltung. Der Aktenordner weicht der eAkte. Arbeit wird zunehmend mobil und unterwegs oder von Zuhause aus erledigt.

Eine aktuelle Studie des Zukunftspanels Staat & Verwaltung 2016 belegt den Wunsch nach mehr Zeitsouveränität und Work-Life-Balance der Mitarbeiter in der Öffentlichen Verwaltung: 64 Prozent der befragten Behördenleitungen ordneten dieser Entwicklung eine hohe Relevanz und Wichtigkeit zu. 56 Prozent der Befragten gaben an, dass ein stärker vernetztes Arbeiten über organisationale Grenzen hinaus in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.

Technologie-Trends

In Zukunft wird es mehr Cloud-Lösungen und ein exponentielles Wachstum bei der Nutzung mobiler Geräte geben, die mit dem Internet verbunden sind.

Laut einer aktuellen Gartner-Prognose entfallen bis zum Jahr 2019 30 Prozent der Neuinvestitionen der 100 weltgrößten Software­hersteller auf „Cloud-Only“- statt auf „Cloud-First“-Entwicklungen. Bis zum Jahr 2020 rechnet das Marktforschungsinstitut zudem mit 20 Milliarden Endgeräten, die mit dem Internet verbunden sein werden.

Auch intelligente Technologien ­gewinnen an Bedeutung, wie die aktuelle Accenture-Public-Service-Intelligent-Technologies-Studie belegt. Von den 100 in Deutschland befragten Vertretern der Leitungsebene in der Öffentlichen Verwaltung geben 55 Prozent an, dass intelligente Technologien dabei helfen, neue und innovative Dienstleistungen und Anwendungen für Bürger zu entwickeln. 80 Prozent der Befragten sehen außerdem in der Nutzung intelligenter Technologien einen Schlüssel zur verbesserten Daten- und IT-Sicherheit.

Rahmenbedingungen

Die Ergebnisse des Zukunftspanels Staat & Verwaltung 2016 zeigen, dass die notwendigen Rahmenbedingungen für die Umsetzung von eGovernment-Anwendungen in deutschen Behörden zunehmend vorhanden sind. Ein Online-Zugang ist inzwischen bei 81 Prozent der befragten Behördenleiter und Entscheidungsträger an jedem Arbeitsplatz vorhanden.

Knapp 70 Prozent gaben darüber hinaus an, Möglichkeiten zur ­Tele-Arbeit oder zum Home Office umgesetzt zu haben. Wenngleich die Rahmenbedingungen vorhanden sind, hinkt der tatsächliche Umsetzungsstand der eGovernment-Anwendungen trotzdem noch weit hinterher.

Allerdings gibt es auch hier positive Entwicklungen: Die elektronische Akte und das Scannen von Akten-Einträgen etwa wurde bei 19 Prozent der Befragten bereits umgesetzt, bei 37 Prozent läuft die Umsetzung, und weitere 37 Prozent planen bereits eine Einführung entsprechender Technologien. Cloud Computing wurde von 9 Prozent als bereits umgesetzt angegeben, bei 14 Prozent befindet es sich in der Umsetzung, und 24 Prozent planen aktuell die Nutzung von Cloud-Computing. Big-Data-Anwendungen wurden von 7 Prozent umgesetzt, bei 12 Prozent läuft die Umsetzung, und 29 Prozent ­planen ihren Einsatz.

Die Kehrseite der technologischen Entwicklung ist die steigende Gefahr durch Cyber-Angriffe, Datenverlust oder Datenmissbrauch. ­Jedes Gerät ist per se angreifbar und stellt ein unvorhersehbares Risiko dar, insbesondere durch ­Nearfield Communication oder Keyless Access.

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