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Tipps für die Social-Media-Richtlinie im Unternehmen Mitarbeiter anleiten, nicht anleinen

| Autor / Redakteur: Torsten Montag, Gründerlexikon / Stephan Augsten

Soziale Netzwerke und andere Social-Media-Kanäle haben die Firmenkommunikation verändert. Auch wenn man Kunden besser erreicht, so sind doch die Sicherheitsrisiken größer geworden. Feste Regeln – oder auch Guidelines – ermöglichen es, einheitlich und risikoarm mit den neuen Medien umzugehen.

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Unternehmen sollten die Nutzung sozialer Netzwerke und ähnlicher Kanäle vernünftig reglementieren.
Unternehmen sollten die Nutzung sozialer Netzwerke und ähnlicher Kanäle vernünftig reglementieren.
(Bild: kbuntu - Fotolia.com)

Unternehmen können von einem Social-Media-Leitfaden nur profitieren – denn dieser legt im Idealfall eindeutig fest, in welcher Form Social Media genutzt werden darf. Aber nicht nur große Firmen können ihre eigenen Richtlinien schaffen, auch Existenzgründer und Selbständige im Homeoffice sollten die Regeln sozialer Netzwerke kennen.

Will ein Unternehmen Richtlinien festlegen, wie und in welcher Form Social-Media-Dienste genutzt werden dürfen, muss es einige Punkte beachten. Standardphrasen wie „Bieten Sie Mehrwert“ oder „Vertrauliches muss auch vertraulich behandelt werden“ sind nur bedingt hilfreich.

Besser ist es, sich auf die konkrete Unternehmenssituation zu beziehen und ganz klar zu erläutern, worüber gesprochen werden darf und worüber nicht. Ebenso sollte der Grund der verschiedenen Regeln erklärt werden – denn je größer das Verständnis aus Seiten der Mitarbeiter ist, umso besser können die Richtlinien auch umgesetzt werden.

Nicht zu restriktiv vorgehen

Auf alle Fälle sollte es sich inhaltlich niederschlagen, wenn es sich bei den Guidelines nicht um eine freundliche Empfehlung, sondern um klare und verbindliche Regeln handelt. Ein angemessener Tonfall ist trotzdem immer empfehlenswert. Denn Mitarbeiter, die das Unternehmen auf den Social Media Kanälen mit Spaß und Freude vertreten, sind gut fürs Image und damit auch für die Umsätze.

Dürfen hingegen nur vorgefertigte Sätze und Meinungen veröffentlicht werden, ist das spürbar und das Potential dieser Kommunikationswege zwischen Unternehmen und möglichen Kunden bleibt in weiten Teilen ungenutzt. Zu eng begrenzt sollten die Richtlinien wiederum auch nicht sein, denn Social Media lebt von der Lebendigkeit und der Individualität der einzelnen Beiträge.

Mit einer gut umgesetzten Social-Media- Richtlinie geht ein Unternehmen auf Nummer sicher und hat die Möglichkeit, die eigene Außenwirkung entscheidend zu steuern. Jedes Unternehmen kann seine eigenen Guidelines aufstellen, Vorschriften gibt es hier nicht. Auf der folgenden Seite haben wir aber eine umfangreiche Liste für Sie zusammengestellt, die beim Entwurf eines Leitfadens helfen kann.

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