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Datensicherheit bei Geräteverlust miTracker schützt Daten bei Notebook-Diebstahl

| Autor / Redakteur: Martin Fryba / Peter Schmitz

Wer sich vor dem Verlust seines Notebooks Gedanken über Datensicherheit gemacht und eine „Detektiv-Software“ installiert hat, kann im Falle eines Diebstahls das Gerät sperren und lokalisieren oder die Datenlöschung einleiten.

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Per Remote lassen sich gestohlene Notebooks sperren, lokalisieren oder Daten löschen.
Per Remote lassen sich gestohlene Notebooks sperren, lokalisieren oder Daten löschen.
(3d brained/Fotolia.com)

IT-Anwender müssen ihre Computer nicht nur vor Bedrohungen aus dem Internet absichern, sondern auch den physischen Schutz ihrer Hardware ins Auge fassen. Denn gerade hochwertige Notebooks, die im Business-Einsatz oft Desktops ersetzen, werden häufig gestohlen. Der materielle Schaden ist im Verlustfall nicht einmal das Hauptproblem. Ein möglicher Missbrauch der auf den Notebooks meist unverschlüsselt gespeicherten sensiblen Daten wiegt wesentlich schwerer. Gegen unbefugten Datenzugriff auf gestohlene Notebooks kann und sollte man daher Vorkehrungen treffen, beispielsweise mit der Software miTracker.

Detektiv-Software ermittelt

Ist die Anti-Diebstahl-Software auf einem Computer installiert, hat der Besitzer über ein Online-Kontrollzentrum noch einen Remote-Zugriff auf das Notebook und kann das Gerät sperren und die Datenlöschung einleiten, sobald der unbefugte Besitzer sich mit dem mobilen Rechner ins Internet einwählt. Zudem stehen weitere Zusatzfunktionen zur Verfügung: Mit Hilfe der Geolokalisierung lässt sich das verlorene Gerät je nach Hardware-Ausstattung mehr oder weniger genau orten. Außerdem können aus der Ferne Textnachrichten auf den Bildschirm des vermissten Notebooks eingeblendet werden. Nutzer können ihre vertraulichen Daten auch mit der Funktion Daten-Verschlüsselung nach AES-Standard verschlüsseln. Mit dem miTracker-Daten-Schredder lassen sich Daten außerdem zuverlässig und vollständig von der Festplatte oder anderen Speichermedien entfernen. Eine Datenwiederherstellung ist dann nicht möglich. Die Ein-Jahres-Lizenz kostet rund 30 Euro inklusive Mehrwertsteuer, der Brutto-Preis für eine drei-Jahres-Lizenz beträgt knapp 60 Euro.

Gefährliche Selbstjustiz

Mittlerweile gibt es viele Hersteller, die Software für den Diebstahlschutz mobiler Geräte wie Notebooks oder Smartphones anbieten, zum Teil sogar kostenlos. Produkte wie Prey Lojack, Gadget-Track, Snuko, Hidden oder Recovery-Cop können vermisste Geräte lokalisieren und bieten teilweise Zugriffssperrungen oder sogar die unbemerkte Aktivierung der Frontkamera an. Bei dieser Funktion werden die Bilder vom vermeintlichen Dieb an eine zuvor eingerichtete E-Mail-Adresse gesendet.

Doch Vorsicht: Allzu motivierte Fahnder in eigener Sache sollten mit den Schnappschüssen der angeblichen Täter sehr sorgsam umgehen und sie nicht etwa im Zuge von Eigenermittlungen auf Facebook veröffentlichen, wie dies in der Vergangenheit schon vorgekommen ist. Auch Diebe genießen nämlich Persönlichkeitsschutz, warnen Rechtsanwälte.

Außerdem können sich die ursprünglichen Besitzer eines gestohlenen Notebooks nicht sichern sein, ob der gerade vor ihrem Computer sitzende User das Gerät auch tatsächlich entwendet hat. Rechtlich spricht nichts dagegen, dass PC-Besitzer solche „Detektiv-Software“ einsetzen und per Fernzugriff versteckte Aufnahmen der Frontkamera durchführen. Zur Beweissicherung dürften Fotos vom unberechtigten Notebook-Besitzer gemacht werden. Von jedweder Form der Selbstjustiz rät die Polizei aber ab. Wer sein gestohlenes Gerät lokalisiert, sollte die Sicherstellung des Notebooks den Beamten überlassen.

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