Höhere Security-Budgets und veränderte Projektprioritäten

Mittelständler wollen Verschlüsselung forcieren

| Redakteur: Stephan Augsten

Viele Mittelständler wollen die Datenübertrtagung besser absichern.
Viele Mittelständler wollen die Datenübertrtagung besser absichern. (Bild: © raven - Fotolia)

Mittelständische Unternehmen sehen sich in Anbetracht der staatlichen Ausspähprogramme gezwungen, ihren Datenverkehr stärker zu verschlüsseln. Jeder zweite Mittelständler sieht sich durch Wirtschaftsspionage bedroht, so eine Umfrage der Mikado AG. Für den Schutz sollen zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt werden.

Übertriebenen Aktionismus haben die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden im Mittelstand nicht ausgelöst, wohl aber das Sicherheitsbewusstsein beeinflusst. Bei einer Umfrage seitens Mikado meinte jeder fünfte Security- bzw. IT-Verantwortliche, dass kurzfristig eine stärkere Verschlüsselung des Datenverkehrs notwendig sei.

Der Mikado-Vorstand Reimund Reiter rät allerdings von übertriebenem Aktionismus ab: „Am Einsatz von Verschlüsselungsverfahren werden die Firmen auf Dauer zwar nicht vorbei kommen, aber es stellt sich ja die Frage, ob damit allein das erforderliche Sicherheitsniveau erreicht werden kann.“ So sehen es auch 39 Prozent der Befragten, die zwar handeln, aber nichts überstürzen wollen.

Ein Fünftel der Unternehmen möchte die Prioritäten aktueller IT-Projekte verändern, ohne mehr Geld bereitzustellen. 36 Prozent der Firmen wollen die Sicherheitsbudgets erhöhen, um die Verschlüsselung zu forcieren, jedes siebte sogar deutlich. Jeder vierte Mittelständler weiß noch nicht, ob und wie er überhaupt reagieren wird.

Jeder fünfte Teilnehmer ist hingegen der Auffassung, dass sich das Ausspähen wichtiger Informationen auch mit einem Plus an Verschlüsselung nur schwer verhindern lässt. Dementsprechend verwundert es nicht, dass 21 Prozent der befragten Security-Verantwortlichen überhaupt keinen Handlungsbedarf sehen.

Dem hält Reiter entgegen, dass die Verschlüsselung einen zentralen Stellhebel darstelle, um sensible Informationen wie Kundendaten oder geistiges Eigentum zu schützen. Zu Mammutprojekten müsse eine entsprechende Umsetzung nicht führen: „Es empfiehlt sich meist vielmehr eine Vorgehensweise in überschaubaren Schritten“, betont der mikado-Berater.

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