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Mobile IP | Mobile IPv6 | Mobile IPv4

Redakteur: Administrator

Mobile IP ist ein Kommunikationsprotokoll-Standard der Internet Engineering Task Force (IETF), der entworfen wurde, um Usern mobiler Geräte den Wechsel von einem Netzwerk zum anderen

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Mobile IP ist ein Kommunikationsprotokoll-Standard der Internet Engineering Task Force (IETF), der entworfen wurde, um Usern mobiler Geräte den Wechsel von einem Netzwerk zum anderen zu ermöglichen und dabei gleichzeitig eine feste IP-Adresse zu behalten. Im Request for Comments (RFC) 2002 definiert, ist Mobile IP eine Erweiterung des Internet-Protokolls (IP), mit dessen Mechanismen der Internet-Verkehr mobilen Geräten (auch mobilen Knoten genannt) zugeführt wird, wenn sie nicht mit dem Home-Netzwerk, sondern mit einem anderen Netzwerk verbunden sind.

Im traditionellen IP-Routing stellen IP-Adressen eine Topologie dar. Routing-Mechanismen verlassen sich auf die Annahme, dass jeder Netzwerkknoten immer an der gleichen Stelle an das Internet angeschlossen ist und dass die IP-Adresse eines jeden Knotens die Stelle der Netzwerkverbindung identifiziert. Internet-Core-Router inspizieren das Präfix der IP-Adresse, die das Netzwerk eines Gerätes identifiziert. Auf Netzwerkebene inspizieren die Router die darauf folgenden Bits, um das geeignete Subnetz zu identifizieren. Auf der Subnetz-Ebene inspizieren die Router die Bits, die ein bestimmtes Gerät identifizieren. Wird die Verbindung eines mobilen Gerätes zum Internet unterbrochen und soll diese dann über ein anderes Subnetz wiederhergestellt werden, muss das Gerät nach diesem Routing-Schema mit einer neuen IP-Adresse, der geeigneten Netmask und dem Default-Router konfiguriert werden. Sonst haben die Routing-Protokolle keine Möglichkeit, die Datenpakete auszuliefern, denn die IP-Adresse des Gerätes enthält nicht die nötige Information über den aktuellen Internetanschluss.

Alle Varianten von Mobile IP vergeben an jeden mobilen Knoten eine feste Adresse in seinem Home-Netzwerk und eine so genannte Care-of-Adresse, die den aktuellen Standort des Gerätes innerhalb eines Netzwerkes mit seinen Subnetzwerken identifiziert. Jedes Mal, wenn der User mit seinem Gerät in ein anderes Netzwerk wechselt, bezieht das Gerät eine neue Care-of-Adresse. Ein Mobility-Agent im Home-Netzwerk verknüpft jede feste Adresse mit seiner Care-of-Adresse. Jedes Mal, wenn der mobile Knoten seine Care-of-Adresse ändert, schickt er dem Home-Agent mithilfe des Internet Control Message Protocol (ICMP) ein verbindliches Update. Bei Mobile IPv4 wird der für den mobilen Knoten vorgesehene Datenverkehr an das Home-Netzwerk geschickt, dort aber vom Home-Agent abgefangen und über Tunnel-Mechanismen an die richtige Care-of-Adresse weitergeleitet. Foreign-Agents des besuchten Netzwerks helfen bei der Weiterleitung von Datagrammen. Mobile IPv6 wurde entwickelt, um die Notwendigkeit des Tunnelings zu verringern und um Mechanismen bereitzustellen, die Foreign-Agents unnötig machen.

Erweiterungen des Mobile IP-Standards, wie Mobile IPv6 und Hierarchical Mobile IPv6 (HMIPv6) wurden entwickelt, um die mobile Kommunikation weiterzubringen, in dem sie die beteiligten Prozesse weniger umständlich gestalten.

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