IDC-Studie

Mobile Security: Anwender sind ein großes Sicherheitsrisiko

| Autor: Heidemarie Schuster

Mobile Endgeräte sind für Unternehmen oft Fluch und Segen.
Mobile Endgeräte sind für Unternehmen oft Fluch und Segen. (Bild: aksym Yemelyanov - Fotolia.com)

Malware und Phishing sowie der Anwender selbst sind der IDC-Studie „Mobile Security in Deutschland 2015“ zufolge die größten Bedrohungen bei mobilen Endgeräten.

Die Marktforscher von IDC haben im Mai dieses Jahres 243 IT- und Fachbereichs-Entscheider aus deutschen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt, um ein besseres Verständnis über das Bedrohungspotenzial sowie über Anforderungen, Maßnahmen und Pläne zur Absicherung der mobilen Technologien in Organisationen zu gewinnen.

Höchste Priorität

Die Gewährleistung der Sicherheit im Umgang mit mobilen Geräten, Apps und Inhalten ist der Studie zufolge nach wie vor eine der größten Herausforderungen für deutsche Unternehmen. Die Verbesserung der IT-Sicherheit ist nach Einschätzung von 66 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen die wichtigste Anforderung an die Unternehmens-IT in den kommenden zwei Jahren.

Die wachsende Verbreitung von mobilen Devices, neue mobile Angriffsszenarien und das Zusammenwachsen von privater und geschäftlicher Technologie treiben aus Sicht von IDC die Notwendigkeit zum Handeln an. Die Absicherung von mobilen Technologien ist dringend geboten, denn die befragten Unternehmen berichten im Durchschnitt von mehr als sechs Sicherheitsvorfällen in den vergangenen zwölf Monaten. Ein beachtlicher Wert vor dem Hintergrund, dass Informationen, die durch einen Sicherheitsbruch abfließen, einen finanziellen Schaden, rechtliche Konsequenzen und einen Image-Verlust zur Folge haben können.

Sicherheitsrisiken

Laut den marktforschern ist ein deutlicher Anstieg von mobiler Malware in den letzten Jahren festzustellen. Dies gelte insbesondere für das Betriebssystem Android, das nach einer IDC-Studie aus dem Oktober 2014 durchschnittlich auf mehr als 40 Prozent der privaten und geschäftlichen Geräte in deutschen Unternehmen läuft.

Mobile Malware, die beispielsweise SMS an Premiumnummern sendet oder Gerätedaten weiterleitet, zählt nach Angabe von rund 42 Prozent der IT-Verantwortlichen zu den drei größten Sicherheitsrisiken. 35 Prozent der Befragten benannte auch Phishing-Attacken als großes Risiko.

Das drittgrößte Sicherheitsrisiko ist laut der Studie der Anwender selbst, so 30 Prozent der Befragten. Nach Einschätzung der IT-Entscheider gehen im Durchschnitt 43 Prozent der Sicherheitsvorfälle auf ihr Konto. Häufig ist ein sorgloser Umgang der Mitarbeiter mit mobiler Technologie die Ursache. Beispielsweise verloren in den letzten zwei Jahren 30 Prozent der befragten Fachbereichs-Verantwortlichen ein Smartphone mit darauf befindlichen Firmeninformationen – 10 Prozent sogar öfter als ein Mal.

Aus Sicht von IDC sind Unternehmen daher in der Pflicht, Mitarbeiter deutlicher über die Konsequenzen ihres oftmals unachtsamen Umgangs mit Smartphones und Co. zu sensibilisieren. Zudem haben 83 Prozent der befragten Business-Verantwortlichen schon einmal ihren privaten File Sharing Account für geschäftliche Zwecke benutzt. Heute sind es immer noch 52 Prozent der Anwender, die zumindest gelegentlich ein Consumer File Sharing Tool zum Teilen von geschäftlichen Dokumenten verwendet.

Wie Unternehmen mit BYOD und Waearbles umgehen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Inhalt des Artikels:

  • Seite 1: Mobile Security: Anwender sind ein großes Sicherheitsrisiko
  • Seite 2: BYOD
  • Seite 3: Fazit von IDC

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