Mobile Device Management

Moderne Arbeitsplätze sind mobil – und sicher

| Autor / Redakteur: Dana Behncke / Benedikt Hofmann

Um ihren Mitarbeitern einen modernen, digitalen Arbeitsplatz bieten zu können, der geräte- und ortsunabhängig nutzbar ist, setzt Hermes mit der Enterprise Mobility Suite (EMS) von Microsoft seit Ende 2015 auf Mobile Device Management (MDM).
Um ihren Mitarbeitern einen modernen, digitalen Arbeitsplatz bieten zu können, der geräte- und ortsunabhängig nutzbar ist, setzt Hermes mit der Enterprise Mobility Suite (EMS) von Microsoft seit Ende 2015 auf Mobile Device Management (MDM). (Bild: Hermes)

Die Logistikbranche gehört zu den Schlusslichtern der Digitalisierung. Umso bemerkenswerter ist es, wenn mit Hermes einer der großen Logistikdienstleister Deutschlands den Weg in die Digitalisierung seiner Arbeitsplätze geht. Neben der Mobilität geht es dabei vorrangig um die Sicherheit mobiler Arbeitsplätze.

Unter zehn untersuchten Industriezweigen landet die Logistikbranche in Deutschland bei der Digitalisierung nur auf dem letzten Platz. Die Studie des digital intelligence institute (dii) im Auftrag des ECM-Spezialisten d.velop von April 2016 weist für die Branche einen Digitalisierungsgrad von unter 50 % aus (46,8) – und das, obwohl sie aufgrund von Aufgaben wie Fracht-, Lager- oder Routenoptimierung besonders großen Bedarf hätte.

Dass es auch anders geht, beweist das Hamburger Unternehmen Hermes Europe, das mit seinen über 6000 Mitarbeitern täglich Pakete und Lieferungen in 20 europäischen Ländern sicher abliefert. Allein in Deutschland klingeln die Paketboten Tag für Tag an mehr als 1,5 Mio. Haustüren. Pro Jahr kommt Hermes auf die stolze Zahl von mehr als 36 Mio. Sendungen. Das entspricht einem Wachstum von 15 %, zu dem auch der wachsende Onlinehandel sowie die zunehmende Nutzung digitaler Services beitragen.

Um ihren Mitarbeitern einen modernen, digitalen Arbeitsplatz bieten zu können, der geräte- und ortsunabhängig nutzbar ist, setzt der Logistikdienstleister mit der Enterprise Mobility Suite (EMS) von Microsoft seit Ende 2015 auf Mobile Device Management (MDM). Mit EMS können von einer einzigen Administrationskonsole aus alle Arten von mobilen Geräten mit unterschiedlichen Betriebssystemen (iOS, Android, Windows) verwaltet werden, so dass Anwender sicher arbeiten können und Geräte sowie wichtige Unternehmensdaten vor Missbrauch und Verlust geschützt sind. Die Single-Sign-on-Funktionen ermöglichen zudem das einfache und sichere Anmelden von Nutzern mobiler Geräte bei den unternehmenseigenen IT-Ressourcen.

„Unser Ziel war ein Plus an Flexibilität für unsere Mitarbeiter“, erklärt Stephan Biehl, Teamleader Workplace Solutions bei Hermes Europe. „Die Anwender sollen auf unterschiedlichen Geräten und an verschiedenen Orten dieselben Dinge tun können.“ Mit der neuen Lösung deckt das Unternehmen nun sämtliche für Hermes wichtigen Themen ab: von einer zentralen Geräte-, Benutzer- und Identitätsverwaltung über die Authentifizierung der Nutzer bis hin zum externen Zugriff auf Ressourcen und das Bereitstellen von (mobilen) Apps.

Ein kritischer Faktor bei der Migration

Bei der Umstellung vom alten zum neuen Mobile Device Management blieb dem Unternehmen nur wenig Zeit, denn der Supportvertrag für die bisherige Lösung endete 2015. Das Umstiegsprojekt startete Anfang Oktober 2015. „Bis zum Jahresende mussten wir alle vorhandenen Endgeräte in die neu implementierte Lösung migrieren“, so Biehl. In einem ersten Schritt wurde eine neue System-Center-Configuration-Manager-(SCCM-)Umgebung aufgesetzt und die MDM-Lösung Microsoft Intune integriert. Dann wurden die vorhandenen Smartphones und Tablets mit Intune verbunden. Diese Migration war Mitte Dezember 2015 abgeschlossen.

In Zukunft können mobile Geräte und Anwendungen dank der SCCM-Integration von Intune auf nahezu jedem Gerät über eine zentrale Konsole verwaltet werden. So sind es nur noch wenige Schritte zur Umsetzung einer BYOD-Strategie (Bring-your-own-device) oder der Verwaltung aller Clients in einer Konsole (Unified Device Management/UDM). „Mit der Enterprise Mobility Suite haben sich viele Optionen für die Zukunft eröffnet, die wir uns jetzt anschauen“, sagt Teamleiter Biehl dazu. Derzeit arbeiten der Logistiker und sein IT-Dienstleister Phat Consulting aus Hamburg an einem Proof of Concept (PoC) für den Einsatz von neuen Windows-10-Tablets und Smartphones. Ziel ist eine noch größere Flexibilität bei der Auswahl mobiler Endgeräte.

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