Gefahr für Unternehmen steigt während der Fußball-WM in Brasilien

Netzwerk durch Fußball-WM in Gefahr

| Redakteur: Peter Schmitz

Hacker planen Cyber-Angriffe auf WM-Sponsoren, darunter Adidas, die Fluggesellschaft Emirates, Coca-Cola und Budweiser. Außerdem versuchen Internet-Betrüger über gefälschte Info-Seiten Malware auf die PCs von ahnungslosen Fußballfans zu schmuggeln.
Hacker planen Cyber-Angriffe auf WM-Sponsoren, darunter Adidas, die Fluggesellschaft Emirates, Coca-Cola und Budweiser. Außerdem versuchen Internet-Betrüger über gefälschte Info-Seiten Malware auf die PCs von ahnungslosen Fußballfans zu schmuggeln. (Bild: Adidas)

Die Fußball-WM steht vor der Tür – und zieht scharenweise Computerkriminelle und Hacker an. Im Fahrwasser des Großereignisses tummeln sich Internet-Betrüger, die ahnungslosen Fußballfans Geld oder sensible persönliche Daten entwenden wollen und damit auch Unternehmensnetze in Gefahr bringen.

Die Nachrichtenagentur Reuters hat vor kurzem gemeldet, dass das Internet-Kollektiv Anonymous Cyber-Attacken auf WM-Sponsoren plant, darunter Adidas, die Fluggesellschaft Emirates, Coca-Cola und Budweiser. Damit nicht genug: Im Fahrwasser des Großereignisses tummeln sich Internet-Betrüger, die ahnungslosen Fußballfans Geld oder sensible persönliche Daten entwenden wollen.

Suchen Benutzer zum Beispiel nach Spielständen, Spielausschnitten oder neusten Fußball-Nachrichten, können sie leicht auf manipulierten Webseiten landen. Oft reicht bereits das Aufrufen einer solchen Malware-Seite für das unbemerkte Installieren einer Schadsoftware auf dem eigenen PC. Bei Hackern immer beliebter sind zudem Clickbait-Seiten – Websites, die mit kleinen, oft emotionalen Anreißern zum Weiterklicken animieren – um dann beispielsweise einen Trojaner einzuschleusen.

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Besonders brisant ist diese Situation, da viele Menschen auch tagsüber von ihrem Arbeitsplatzrechner aus die vermeintlichen Infoseiten aufrufen – und damit potenziell das gesamte Unternehmensnetzwerk ihres Arbeitgebers gefährden.

Roland Messmer, Director für Zentral- und Osteuropa beim Security-Intelligence-Spezialisten LogRhythm, kommentiert:

„Viele Cyberkriminelle machen sich die Aufmerksamkeit zunutze, die die Fußball-Weltmeisterschaft erzeugt. Schließlich ist es das größte sportliche Ereignis weltweit. Unerfahrene Anwender klicken oft leichtfertig auf interessant klingende Angebote und werden schnell Opfer von Kriminellen. Sind Arbeitsplatzrechner betroffen, können Hacker zum Beispiel über installierte Keylogger an Zugangsdaten für das Firmennetzwerk, für externe Filialen oder Zugänge für Zulieferer gelangen. Auf diesem Weg können Sie unter Umständen Insider-Angriffe initiieren und Persönliche Daten, Kreditkartenummern usw. von Unternehmenskunden im großen Stil ergaunern. Neben dem wirtschaftlichen ist der Image-Schaden für das Unternehmen bei einem erfolgreichen Angriff beträchtlich.

Eine mögliche Lösung sind Protective Monitoring-Systeme: Sie überwachen die gesamte Infrastruktur in Echtzeit und korrelieren sämtliche von Systemen generierten Log-Daten mit erkannten Ereignissen. Dadurch kann das IT-Security-Team Versuche, ins Netzwerk einzudringen, automatisch erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen einleiten. So lassen sich Attacken in Echtzeit abwehren, bevor sie Schäden anrichten.“

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