Sicherheitsexperten begrüßen Entwurf der EU Kommission

Neuer Vorschlag zur Cybersicherheitsstrategie

| Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Andreas Donner

Hersteller begrüßen den neuen Vorschlag der EU-Kommission.
Hersteller begrüßen den neuen Vorschlag der EU-Kommission. (Bild: pixabay / CC0)

Die EU-Kommission hat einen neuen Entwurf zur Abwehr von digitalen Gefahren entwickelt. Hersteller wie Palo Alto begrüßen die neu vorgeschlagenen Regeln und den Fokus auf Prophylaxe.

Digitale Angriffe sind nicht nur ein Thema in der lokalen Gesetzgebung, eine ganze EU-Kommission arbeitet an Lösungen und Regeln, wie sich digitale Umgebungen sicherer gestalten lassen. Nun hat diese Kommission einen Vorschlag mit dem Titel „Resilience, Deterrence and Defence: Building strong cybersecurity for the EU (PDF)“ vorgelegt. Dieser will die Vorteile der EU nutzen, um für alle Unternehmen im Geltungsbereich eine stärkere digitale Sicherheit zu schaffen.

Ein Fokus dabei ist die Vorsorge – Angreifern soll es so schwer wie möglich gemacht werden, in Unternehmen einzudringen. „Das aktuelle Paket an Vorschlägen der Europäischen Kommission umfasst neue Regeln für IT-Sicherheit und zudem eine neue Cybersicherheitsstrategie für die EU – und beides ist absolut begrüßenswert“, so Thorsten Henning, Senior Systems Engineering Manager bei Palo Alto Networks.

Die Ransomware-Angriffe aus dem Sommer hätten deutlich gemacht, welche unerwartete Folgen es für jedermann haben kann, wenn verschiedene digitale Angebote und Informationen nicht mehr verfügbar sind. Gesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft digitalisieren mehr und mehr Angebote, Prozesse und Kommunikation. Entsprechend müsse Cybersicherheit diese Entwicklung begleiten und sich ebenso schnell entwickeln. Die IT-Sicherheit darf nicht von den Möglichkeiten, welche die Digitalisierung mit sich bringt, abgehängt werden.

„Unternehmen in Europe, unabhängig von der jeweiligen Branche, müssen sicherstellen, dass ihre Organisation vor Cyberangriffen bestmöglich geschützt ist“, sagt Henning. „Regierungen und Behörden müssen ihre digitalen Angebote und Abläufe schützen, und Verbraucher müssen sich sicher fühlen, wenn sie digitale Angebote nutzen. Die EU hat verstanden, dass Cybersicherheit in der heutigen Wirtschaft unerlässlich ist, um nachhaltiges Wachstum fortzusetzen. Und diese Sicherheit muss für die Menschen erlebbar sein, damit sie sich den digitalen Innovationen und Entwicklungen nicht verschließen.“

Laut Henning habe die EU in den letzten Jahren einige substantielle Maßnahmen ergriffen um die Cybersicherheit voranzubringen. Dazu gehörten unter anderem die NIS-Direktive und die EU-DSGVO. Die neuen Pläne zeigen, dass die EU darauf nun weiter aufbauen will. Einige Pläne, die in dem Strategiepapier genannt werden – wie beispielsweise vermehrte Schulungen und Trainings bezüglich Cybersicherheit, verstärkte Maßnahmen der Justiz, die schneller Verbreitung von Informationen über Cyberbedrohungen – sind wichtige Elemente.

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