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Dirty COW erlaubt lokale Rechteausweitung Neun Jahre alter Bug im Linux-Kernel behoben

| Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

Im Linux-Kernel wurde eine neun Jahre alte Sicherheitslücke namens Dirty Cow gefunden, über die sich lokale Anwender erweiterte Rechte verschaffen können. Aktuelle Kernel-Versionen wurden bereits aktualisiert, die größeren Linux-Distributionen liefern ebenfalls bereits Updates.

DirtyCow steht für einen neun Jahre alten Bug im Linux Kernel, mit dem sich lokale Nutzer mehr Rechte verschaffen können.
DirtyCow steht für einen neun Jahre alten Bug im Linux Kernel, mit dem sich lokale Nutzer mehr Rechte verschaffen können.
(Bild: geralt - Pixabay / CC0 )

Sicherheitsforscher haben im Linux-Kernel einen neun Jahre alten Bug gefunden, der lokalen Nutzern eine Auswertung ihrer Rechte ermöglicht. Die Sicherheitslücke namens Dirty Cow mit der CVE-Nummer CVE-2016-5195 beschreibt eine Race-Kondition im Speicher-Subsystem des Linux Kernels. Laut dem CVE-Eintrag ist die Lücke als “Wichtig” eingestuft, Red Hat geht von einer “mittleren” Komplexität beim Ausnutzen der Schwachstelle aus.

Ein Angreifer kann die Lücke ausnutzen um einen Schreibzugriff auf eigentlich geschützte Bereiche zu erhalten. Dadurch können sie wiederum die eigenen Rechte ausweiten und weitere Attacken durchführen. In den Log-Einträgen taucht ein solcher Angriff nicht auf. Die Schwachstelle setzt entsprechend voraus, dass Angreifer einen lokalen Zugriff auf das Linux-System haben, wobei dies dank der Verbreitung von günstigen Cloud-Servern oder von Linux-basierten IoT-Systemen wie dem Raspberry Pi keine große Hürde sein sollte.

Die Schwachstelle und das dazu passende Exploit wurde von Phil Oester in freier Wildbahn gefunden, entsprechend dürfte die Schwachstelle durchaus aktiv von Kriminellen ausgenutzt werden. Red Hat, Debian und Ubuntu haben bereits passende Informationen zur Schwachstellen veröffentlicht. Ebenso wurde die Lücke in den Kernel-Versionen 4.4.26, 4.7.9 und 4.8.3 geschlossen, Kernel 3.10.104 soll demnächst abgesichert werden.

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 Moritz Jäger

Moritz Jäger

IT Journalist