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Aktuelle Studie zum Datenschutz in Deutschland 2011 Nicht nur Unternehmen sind für den Schutz von Nutzerdaten verantwortlich

Redakteur: Peter Schmitz

Internetnutzer haben in puncto Medienkompetenz Nachholbedarf. Dies geht aus der aktuellen Studie „Datenschutz im Internet 2011“ hervor, die TNS Infratest im Auftrag von Microsoft Deutschland durchgeführt hat. Besonders die unter 30-jährigen gehen vielfach unbedarft mit ihren Daten im Netz um: Knapp jeder Fünfte der internetaffinen Altersgruppe hat beispielsweise keinerlei Bedenken bei der Eingabe seiner persönlichen Daten in sozialen Netzwerken.

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Jeder zweite Internetnutzer wünscht sich nach der neuen Studie „Datenschutz im Internet 2011“ einfachere Kontrollmöglichkeiten für persönliche Daten im Internet.
Jeder zweite Internetnutzer wünscht sich nach der neuen Studie „Datenschutz im Internet 2011“ einfachere Kontrollmöglichkeiten für persönliche Daten im Internet.
( Archiv: Vogel Business Media )

Jeder zweite Nutzer (49 Prozent) wünscht sich nach der aktuellen Studie einfachere Kontrollmöglichkeiten für persönliche Daten im Internet. Insbesondere die Weitergabe an Dritte sollte ihrer Meinung nach ganz einfach auszuschließen sein (65 Prozent). Prof. Dr. Jo Groebel, Direktor des Deutschen Digital-Instituts sieht dagegen auch die Anwender in der Pflicht: „Nicht nur Unternehmen sind für die Sicherheit und den Schutz von Nutzerdaten verantwortlich. Diese Verantwortung beginnt bereits bei den Nutzern selbst, die oft zu unvorsichtig persönliche Daten preisgeben“.

Dabei wünschen sich die Deutschen eine größere Transparenz und Klarheit bei den Datenschutzbestimmungen der Anbieter. Knapp zwei Drittel der Befragten (61 Prozent) sind unzufrieden mit den aktuellen Bestimmungen vieler Online-Anbieter und fordern transparentere Informationen über die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung ihrer Daten.

Für einen besseren Datenschutz sollen vor allem einheitliche Warnsignale und -zeichen sorgen. Mehr als jeder Zweite (52 Prozent) fordert dabei ein allgemeines Datenschutzsiegel, das von einer unabhängigen Institution verliehen und überwacht wird. „Wir brauchen ein allgemeines Datenschutz-Siegel, das bei Verbrauchern das Vertrauen erhöht. Dafür muss endlich die seit langem geplante unabhängige Stiftung Datenschutz ins Leben gerufen werden“, so Dr. Severin Löffler, Senior Director Legal and Corporate Affairs Microsoft Deutschland. Weniger den Staat als vielmehr den Nutzer sehen die Deutschen der Studie zufolge als wichtigsten Akteur für ihren persönlichen Datenschutz: Jeder Zweite (51 Prozent) schreibt sich demnach die größte Verantwortung beim Thema zu.

Allerdings resigniert knapp ein Drittel der deutschen Internetnutzer bereits vor den umfangreichen Datenbestimmungen der Online-Anbieter und liest diese aus Zeitgründen nicht. „Wir brauchen beim Datenschutz eine größere Transparenz, damit der Nutzer zum Herrn seiner Daten wird. Er muss genau wissen, welche Daten gesammelt und wie sie verwendet werden“, so Löffler.

Seite 2: Weitere Ergebnisse der Studie im Detail

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