BSI veröffentlicht IT-Sicherheitsanalyse

Nichts ist sicher

| Autor: Susanne Ehneß

Tatsächliche Bedrohungslage

Die tatsächliche Bedrohungslage für kritische Infrastrukturen stellt sich laut BSI-Lagebericht folgendermaßen dar:

  • Angriffe politisch motivierter Hacktivisten sind bei Unternehmen der KRITIS-Sektoren Medien (Defacements oder Platzierung von Falschinformationen auf gekaperten Medienwebseiten), Energie und Kreditwirtschaft zu beobachten.
  • Besorgniserregend ist die Bedrohung durch Cyber-Sabotage. Seit „Stuxnet“ weiß man, dass die Sabotage von Maschinen und Einrichtungen durch Cyber-Angriffe nicht nur denkbar ist, sondern tatsächlich durchgeführt wird.
  • Das Potenzial für Cyber-Angriffe durch andere Staaten stellt für die deutsche Wirtschaft eine Bedrohung dar. Darüber hinaus sind Unternehmen und kritische Infrastrukturen in Deutschland in vielen Fällen nicht ausreichend gegen Cyber-Angriffe gerüstet.
  • Auch ungerichtete Angriffe, zum Beispiel mit Schadsoftware, können kritische Infrastrukturen treffen und den normalen Betriebsablauf stören. Die Herausforderung ist, dass technische Geräte und Softwareprodukte genutzt werden, die entweder gar nicht oder nur mit hohem Aufwand gepatched werden können. Dies bietet den zigtausend Schadprogrammen, die im Internet kursieren, viele Angriffsmöglichkeiten.
  • In diesem Zusammenhang ist „Bring Your Own Device“ eine der größten Gefahrenquellen, da Schadsoftware aus den privaten Netzen der Mitarbeiter direkten Zugang erhält.

Fazit

Das im Juli 2015 in Kraft getretene IT-Sicherheitsgesetz ist laut Bundesinnenminister ein erster wichtiger Schritt, um digitale Infra­strukturen besser zu schützen.

Doch das allein reiche nicht. „Wir müssen die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Staat intensivieren und auch neue Formen der Zusammenarbeit finden“, fordert Dr. Thomas de Maizière.

Das BSI macht in seinem aktuellen Lagebericht die IT-Sicherheit damit zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, die von Bürgern, Wirtschaft, Forschung und Politik gleichermaßen geschultert werden muss. „Prävention, Reaktion und Nachhaltigkeit bleiben dabei die Handlungsfelder des BSI“, heißt es ergänzend.

Den aktuellen BSI-Lagebericht sowie die Berichte aus den vergangenen Jahren finden Sie online als PDF.

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