Der verlorene Laptop – Bekenntnisse eines Geschäftsführers

Notebook- und Datendiebstahl zu Spionagezwecken

22.01.2010 | Autor / Redakteur: Chris Burchett, Credant Technologies / Stephan Augsten

Mobile Security: Wenn man unterwegs das Firmen-Notebook nutzt, sollte man besondere Vorsicht walten lassen.
Mobile Security: Wenn man unterwegs das Firmen-Notebook nutzt, sollte man besondere Vorsicht walten lassen.

Verlorene Notebooks, gestohlene USB-Sticks, ungelöschte Festplatten als eBay-Artikel: Solche Geschichten sind an der Tagesordnung. Als technischer Leiter einer Firma, die sich mit dem Schutz und der Verschlüsselung von Daten beschäftigt, habe ich schon oft von den bösen Konsequenzen gehört. Die folgende Geschichte ist zwar fiktional, kommt mir in dieser oder ähnlicher Form aber immer wieder zu Ohren.

„Ach hätte ich nur…!“ Vier Worte, die mich seit Wochen quälen. Dabei schien am Anfang alles so harmlos: ein zufälliges Treffen mit Susanne Schmidt an der Bar des Hotels Consul. Ich freute mich wirklich, sprach mit ihr über Alltägliches und ihren Werdegang.

Während der vergangenen drei Jahre war Susanne unsere erfolgreichste Vertrieblerin gewesen. Als sie mir vor drei Monaten erklärt hatte, dass sie zu unserer Hauptkonkurrenz wechseln würde, war ich wirklich betroffen.

„Man sieht sich immer zweimal im Leben“, schoss mir auf der Toilette noch durch den Kopf. Vielleicht könnte ich Susanne beschwatzen – sie zur Rückkehr bewegen? Als ich zurückkam, war sie schon weg. „Die Dame hat kurz telefoniert und ist dann Hals über Kopf los“, sagte der Kellner. Ein Wunder, dass sie in ihrer Eile überhaupt gezahlt habe. Wohl was ganz Dringendes. Vielleicht besser so, ich musste tags darauf fit sein.

Der neue Kunde, den ich treffen sollte, ließ den Termin platzen. Was soll’s? Passiert! Blieb mir wenigstens Zeit, nochmal die Produktdaten zu kontrollieren. Aber hatte ich das Notebook im Wagen gelassen? Nichts zu finden, also zurück ins Hotel – aber auch hier keine Spur.

Bestimmt hatte ich den Computer irgendwo vergessen; ihn auf meinem Schreibtisch liegen gelassen. Vielleicht würde er in ein, zwei Tagen wieder auftauchen. Und wenn schon: ein Dieb würde alle Daten löschen und das Gerät bei eBay oder sonstwo verscherbeln.

Seite 2: Die Schuldfrage

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