Die Hochsaison der Cyberkriminalität hat begonnen

Olympia senkt Hürden für Online-Betrüger

| Autor / Redakteur: Christian Vogt, Fortinet / Stephan Augsten

Mit Großereignissen wie Olympia fällt der Startschuss für die Schattenwirtschaft.
Mit Großereignissen wie Olympia fällt der Startschuss für die Schattenwirtschaft.

Ereignisse wie die Olympischen Spiele oder die Präsidentschaftswahlen in den USA garantieren eine starke Internetnutzung und somit auch eine Flut an Malware‐Angriffen. Betrugsversuche zählen hierbei zu den Angriffen, vor denen man sich besonders in Acht nehmen sollte.

Mehr als zwei Milliarden Menschen sind online, weshalb das Internet für Betrüger zur beliebtesten Spielwiese überhaupt geworden ist. Heutzutage sind Tausende Betrugsformen im Umlauf, weshalb es schwierig ist alle aufzulisten. Aber all diese unterschiedlichen Arten des Betrugs verfolgen ganz klar das gleiche Ziel: indem die Leichtgläubigkeit der Opfer ausgenutzt wird, soll Geld erpresst werden.

Weltweit stehen große Medienevents bevor, aktuell beispielsweise die Olympischen Spiele. Somit ist es wahrscheinlich, dass Betrüger in den kommenden Tagen die Neugier von Internetnutzern wecken werden, beispielweise mit „angeblichen” Lotteriegewinnen. Die Gewinnbenachrichtigung wird per Spam‐E‐Mail an die Nutzer gesendet.

Die E-Mail informiert die Nutzer darüber, dass sie zu den glücklichen Gewinnern gehören, die Anspruch auf einen hohen Geldbetrag oder einen hochwertigen Superpreis haben. Um ihren Gewinn einzulösen, werden die Nutzer aufgefordert, anfallende Gebühren zu zahlen. Natürlich werden sie ihren Preis niemals erhalten - ob sie nun zahlen oder nicht.

Kaufbetrug und Scareware

Eine andere Art von Betrug, „Kaufbetrug“ genannt, verbreitet sich immer mehr im Web. In diesem Fall werden Tickets für große Events zu reduzierten Preisen angeboten. Indem Nutzer auf Inserat‐Websites wie beispielsweise eBay surfen, können sie Tickets zu einem günstigeren Preis finden. Doch in der Event‐Hochphase ist eine gewisse Skepsis angebracht, da es sich bei den guten Angeboten meist um Betrugsversuche handelt.

Eine weitere Betrugsform ist „AV‐Schwindel“. Während großer Politik‐ oder Sportevents browsen viele Nutzer im Internet, um mehr über Ergebnisse, den Spielstand und andere aktuelle Nachrichten zu erfahren. Durch eine einfache Suche auf ihrer Lieblingssuchmaschine ist es gut möglich, dass Nutzer auf eine bösartige Website oder eine manipulierte legitime Website gelangen. Daraufhin taucht ein Pop‐Up‐Fenster auf ihrem Bildschirm auf, das sie darauf hinweist, dass ihr Computer infiziert ist (sogar wenn sie bereits ein Antivirus‐Programm besitzen) und bietet an, dieses Problem zu lösen.

Diese Falschmeldung fordert Nutzer dazu auf, auf das Pop‐Up zu klicken, wodurch ohne ihr Wissen die Installation einer gefälschten AV‐Software aktiviert wird. Als nächstes werden dadurch Trojaner installiert, um Nutzerdaten wie beispielsweise Passwörter und Kontoinformationen zu sammeln.

Die oben aufgeführten Beispiele sind die gängigsten Betrugsarten, die wir während der Olympischen Spiele, der Formel 1 oder der Präsidentschaftswahlen in den USA erwarten können. Nun folgen einige andere Beispiele, die ebenfalls sehr häufig angewandt werden:

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