Die Hochsaison der Cyberkriminalität hat begonnen

Olympia senkt Hürden für Online-Betrüger

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Video‐Schwindel und Soziale Netzwerke

Mit sozialen Netzwerken hat sich den Cyber-Kriminellen ein weiterer Angriffsvektor eröffnet. Nutzer erhalten beispielsweise eine Nachricht von einem Facebook‐Freund, der angibt, exklusive Bilder oder seltene Videos anzubieten.

Auch hier bieten sich große Events wie der Tod von Michael Jackson, der Tsunami von 2011 in Japan oder Osama Bin Ladens Hinrichtung an. Bei diesen Bildern oder Videos handelt es jedoch sich meist um Fälschungen. Sobald der Nutzer den Link anklickt, landet er auf einer legitim aussehenden Facebook‐Seite.

Der Nutzer wird dazu aufgefordert, den Link per Copy und Paste in seinen Browser einzufügen. Dies führt dazu, dass Malware am Computer installiert und automatisch an die Kontakte des Nutzers weitergeleitet wird.

Phishing und Identitätsdiebstahl

Nutzer erhalten eine E‐Mail ihrer Bank, eines Kreditkarteninstituts oder eines Bezahlsystem wie etwa Paypal, die sie darüber informiert, dass ihr Account blockiert ist. Nun werden sie gebeten, ein Formular über ihre Kontozugangsdaten auszufüllen, um das Problem zu beheben. Die betroffenen Nutzer sollten nicht antworten und bedenken, dass ihre Bank niemals per E‐Mail nach ihren Kontoinformationen fragen würde.

Wenn sie ihre Kontozugangsdaten herausgeben, könnte ihr Konto von den Betrügern komplett geleert werden. Diese Technik, Phishing genannt, wird von Betrügern auch genutzt, um andere vertrauliche Informationen wie z.B. Sozialversicherungsnummern zu erwerben.

Dieser Betrug kann schnell zu einem großen Problem werden, das mehrere Personen als nur das Opfer betrifft: nämlich dann, wenn gestohlene Zugangsdaten in der zweiten Stufe des Angriffs genutzt werden und einen Schneeballeffekt‐ähnlichen Schaden anrichten.

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