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Neue bedrohliche Wolken am IT-Horizont Organisiertes Hacking und Industriespionage auf dem Vormarsch

| Redakteur: Martin Hensel

Die Studie „Threat Horizon 2010“ des Information Security Forums prognostiziert eine steigende Anzahl von Hacker-Angriffen auf Unternehmen. Zudem wird immer mehr Schadsoftware auf mobilen Geräten verzeichnet. Die Anzahl der Sicherheitslücken im Web 2.0 nimmt ebenfalls zu.

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Laut dem ISF ist Malware zunehmend eine Gefahr für mobile Geräte.
Laut dem ISF ist Malware zunehmend eine Gefahr für mobile Geräte.
( Archiv: Vogel Business Media )

Der internationale Verband Information Security Forum (ISF) hat die Studie „Threat Horizon 2010“ herausgegeben. In den kommenden Jahren werden vor allem Hacker-Attacken des organisierten Verbrechens, Industriespionage und Schadsoftware auf mobilen Geräten („Mobile Malware“) die Sicherheit der Firmen-IT bedrohen. Die Studie beruht auf Erfahrungswerten der 300 ISF-Mitgliedsunternehmen.

Auf Basis der Studie sieht der Verband einen Paradigmenwechsel von ungezielten Attacken hin zu geplanten Angriffen krimineller Organisationen. Diese entwickeln immer raffiniertere Methoden zur Online-Erpressung und Geldwäsche. Um an persönliche Informationen zu gelangen, werde neben technischen Mitteln zunehmend die Manipulation von Internet-Usern („Social Hacking“) eingesetzt.

Web-Attacken statt Bankraub

„Für Kriminelle sind Online-Verbrechen lukrativer als ein Bankraub und weitaus weniger gefährlich“, erläutert Andy Jones, Senior Research Consultant von ISF und Autor der Studie. Die elektronische Speicherung riesiger Mengen an sensiblen Informationen werfe Probleme auf. Firmen würden laut Jones zunehmend ins Visier gezielter Spionage und damit in Gefahr geraten, Wettbewerbsvorteile oder geistiges Eigentum zu verlieren.

Zudem warnt das ISF vor Malware auf mobilen Geräten. Tragbare Rechner sind meist weniger gut geschützt als ihre Desktop-Pendants. Der Trend zu immer mehr Mobilität begünstigt daher die Verbreitung neuer Malware, beispielsweise für Abrechnungsbetrug oder Denial-of-Service-Attacken.

Gefahr in sozialen Netzwerken

Social-Networking-Portale hält das ISF ebenfalls für ein wachsendes Sicherheitsrisiko. Cyberkriminelle entwickeln ständig neue Methoden, um Sicherheitslücken in sozialen Netzwerken gezielt auszunutzen.

Weitere Risken entstehen durch eine von Technologie geprägte Unternehmenskultur. Die junge Mitarbeitergeneration ist meist technikbegeistert und versiert im Umgang mit neuen Medien. Gerade deshalb müssen Firmen ihre Angestellten über Risiken im Web und die Notwendigkeit strikter Sicherheitsmaßnahmen aufklären.

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