Microsoft Patchday Januar 2018

Patchday im Schatten von Meltdown und Spectre

| Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

Der Januar Patch Day steht im Schatten von Meltdown und Spectre - bringt aber einige Patches für kritische Lücken, die man auf keinen Fall übersehen sollten.
Der Januar Patch Day steht im Schatten von Meltdown und Spectre - bringt aber einige Patches für kritische Lücken, die man auf keinen Fall übersehen sollten. (Bild: pixabay / CC0)

Der Januar-Patchday von Microsoft ist ungewöhnlich: Es gibt kein erneutes kumulatives Update für Windows. Meltdown und Spectre wurden bereits adressiert, allerdings gibt es auf mehreren Systemen Probleme. Im Schatten der CPU-Schwachstellen gibt es zudem einige kritische Lücken in Office, die mindestens so viel Aufmerksamkeit verdienen.

Die wichtigste Nachricht zuerst: Microsoft rollt keine kumulativen Updates aus, Meltdown und Spectre wurden scheinbar im Update KB4056892 vom 03. Januar bereits adressiert. Aber: Nicht alle Systeme erhalten sie. Die Patches wurden scheinbar mit einer so heißen Nadel gestrickt, dass sie selbst zu Problemen führen. AMD-Nutzer etwa berichten, dass sich der Computer nach dem Update nicht mehr starten ließ. Zudem gibt es Probleme mit Anti-Viren-Produkten, so dass Microsoft keine Updates verteilt, wenn nicht der AV-Schutz zuvor aktualisiert wurde (und einen speziellen Registry-Key anlegt).

Kernschmelze der CPU-Sicherheit

Meltdown und Spectre

Kernschmelze der CPU-Sicherheit

08.01.18 - Die beiden Sicherheitslücken Meltdown und Spectre haben die IT-Welt in Aufruhr versetzt. Bislang sind zwar keine konkreten Fälle nachgewiesen, bei denen die Schwachstellen außerhalb der forschenden Community ausgenutzt wurden, aber die bekannt gewordenen CPU-Sicherheitslücken verunsichern eine ganze Branche. So wie es aussieht, ist ein Praxisnachweis nämlich gar nicht möglich. lesen

Ansonsten ist es ein wenig klassischer Patchday: Windows 10 wird diesmal größtenteils ausgenommen, es gibt aber Updates für andere Microsoft-Produkte. Dazu gehören:

  • Internet Explorer
  • Microsoft Edge
  • Microsoft Office and Microsoft Office Services and Web Apps
  • SQL Server
  • ChakraCore
  • .NET Framework
  • .NET Core
  • ASP.NET Core

Dazu kommt das obligatorische Update für Adobe Flash.

Im Schatten der CPU-Lücken gibt es dabei einige kritische Schwachstellen in den Office-Tools Excel, Outlook und Word. In allen drei Büroprogrammen werden Lücken behoben, über die Angreifer Code ausführen können. Gerade Word ist mit sieben Remote-Code-Execution-Lücken dieses Mal stark betroffen.

Nicht blenden lassen

Der Patchday zeigt, wie wichtig es ist, sich nicht zu sehr von aktuellen News ablenken zu lassen. Denn während es für Spectre und Meltdown aktuell immer noch „nur“ PoC-Attacken gibt, nutzen Kriminelle solche Schwachstellen gezielt für Phishing- und Ransomware-Kampagnen aus. Gerade weil Spectre und Meltdown so tief in die Systeme eingreifen und bereits jetzt verschiedene Probleme auslösen, müssen Admins genau abwägen, wann sie welche Updates auf Produktivsystemen installieren.

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