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Datensicherheit

Praxistipps für sichere Cloud-Apps

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3. Leitfäden und Konsolidierung

Idealerweise erstellt die IT-Abteilung zusammen mit einzelnen Anwendern oder Geschäftsbereichen Richtlinien, die dann unternehmensweit bindend sein sollten. Diese Policies können dazu dienen, manche App-Funktionen zu blockieren wie beispielsweise das „Hochladen“ oder „Teilen“. Risiken lassen sich durch granulare Richtlinien verringern.

IT-Abteilungen können beispielsweise eine App zulassen, aber konkrete Regeln erstellen, um das Hochladen bestimmter Daten-Typen zu verhindern. Oder die IT erlaubt die Nutzung einer bestimmten App, schränkt aber den Upload von sensiblen Daten zu anderen Apps ohne ein bestimmtes Sicherheitsniveau ein. Apps mit bekannten Schwachstellen zu löschen sollte immer der letzte Ausweg sein. Wenn aber kein Weg darum herum führt, ist die offene Kommunikation mit den Anwendern sehr wichtig.

Unternehmen sollten der Information der Nutzer über die Richtlinien rund um Cloud-Apps hohe Priorität einräumen. Die Praxis zeigt, wie sorglos Mitarbeiter kritische Informationen in nicht autorisierten Cloud-Apps oder anderen Apps speichern, wenn sie über die Risiken nicht aufgeklärt worden sind.

Dazu gehören teilweise ganze Datenbanksätze, geistiges Eigentum wie Software-Quellcodes, vertrauliche Pläne sowie Produktinformationen oder nicht öffentliche Finanzzahlen. All diese Daten können sehr einfach gestohlen werden und frei zugänglich gemacht werden wenn eine unsichere Cloud-App korrumpiert wird.

Generell sollten alle Anwendungen konsolidiert werden. So kann die IT den Anwendern die genehmigten Apps näher bringen und qualitativ minderwertige Apps auf diese Weise abschaffen. Nur wenn eine App ein echtes Sicherheitsrisiko darstellt – und wirklich nur dann – sollte die App blockiert werden. In diesem Fall müssen den Anwendern sichere Alternativen angeboten werden, um keine Frustration aufkommen zu lassen und sicherzustellen, dass sie ihre Aufgaben erledigen können.

4. Wiederkehrende Muster im Auge behalten

Wichtig ist auch zu erfahren, wie Angestellte Cloud-Apps nutzen. Der IT-Verantwortliche sollte sich dazu neben Uploads auch Downloads und geteilte Inhalte anschauen. Downloads scheinen auf den ersten Blick harmlos zu sein. Doch hier interagieren die Anwender mit unsicheren Apps; die Downloads können Viren enthalten.

Ein gutes Beispiel sind auch unautorisierte Downloads, zum Beispiel von persönlichen Daten aus einer HR-App. Da IT-Teams nicht wissen können, was normale oder verdächtige Vorgänge sind, wenn sie die täglichen Muster nicht kennen, sollten sie solche gebräuchlichen Schemata erstellen und ungewöhnliche Aktivitäten überprüfen.

Cloud-Apps und Sicherheit lassen sich durchaus vereinen

Diese praktischen Maßnahmen – sorgfältige Planung, intelligente Richtlinien und eine gewissenhafte Schulung der Mitarbeiter – sorgen dafür, dass Cloud-Apps in Unternehmen zur Produktivität beitragen und ihre Vorteile voll genutzt werden können, ohne dass Daten verloren gehen oder gestohlen werden. Cloud-Apps werden nicht mehr vom Markt verschwinden und Unternehmen müssen lernen, sie sinnvoll für sich und ihre Mitarbeiter zu nutzen.

* Eduard Meelhuysen ist Vice President EMEA bei Netskope.

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