Back-up-Strategien für kleine und mittelständische Unternehmen

09.01.2019

Neustadt i.H., 09.01.2019 (PresseBox) - Jedes kleine und mittlere Unternehmen braucht eine Back-up-Strategie, falls die Technik ausfällt, defekt ist oder sich gar Cyberdiebe an Dateien bedienen und wichtige Dateien verschwunden sind. Ein Plan für die Notfallwiederherstellung sowie eine optimale, kontinuierliche und automatisierte Datensicherung ist ein MUSS für jedes Unternehmen! Denn 78 Prozent der Unternehmen, die Opfer von Cyberattacken wurden, müssen danach Geschäftsdaten wiederherstellen lassen. (Quelle: bitkom Research 2017)  

Der m2guard-Experte für Datensicherheit Marco Bläsing äußert sich dazu warnend:
„Back-ups sind keine Option mehr, sondern Pflicht! Unternehmer, die glauben, eine Datensicherung sei nicht nötig, irren sich gewaltig. Hardwarefehler oder Erpressungstrojaner machen kleinen und mittleren Unternehmen das Leben schwer und führen zu erheblichen Geschäftsschäden.“ 

Technischer Basisschutz – wie Passwortschutz, Virenscanner und Firewalls – sind zwar fast flächendeckend in der Unternehmenslandschaft vorhanden, die Implementierung und Verwaltung von Datenspeicherungen sind allerdings oftmals rudimentär. Wichtige geschäftliche Informationen, Daten und Workflows müssen jederzeit geschützt und auch in kurzer Zeit wiederherstellbar sein. Denn die analogen und digitalen Geschäftsabläufe werden immer schneller und können bei Störungen durch technische Ausfälle hohe finanzielle Einbußen mit sich bringen.

Marco Bläsing: „Es gibt zwei Arten von Unternehmern in der digitalen Welt: Die, die bereits Daten verloren haben und solche, denen das noch bevorsteht. Wir empfehlen allen die 3-2-1-Regel im Umgang mit der Sicherung ihrer Unternehmens-Daten.“ 

Die 3-2-1-Regel besagt, dass jedes Unternehmen drei Datensätze (inkl. des Originals) ihrer Dokumente sichern sollte, die Daten auf zwei Speichermedien sichert und eines davon extern lagert.

Drei Methoden der Datensicherung: 
  1. Externe Speicherlaufwerke (USB-Stick oder Festplatte)
    Die Handhabung, Daten von A nach B zu kopieren, ist zwar einfach, allerdings ist dieses Datensicherung nur eine Momentaufnahme und keine optimale Lösung.
    Marco Bläsing: „Von einer ausschließlichen Datensicherung auf einem Medium rate ich ab. Wenn die eine Festplatte kaputt geht, dann sind alle Daten des Back-ups weg.“

  2. Software mit lokalem Back-up-System
    Über die fortlaufende Datenspeicherung werden Daten lokal automatisch gesichert. Diese Lösung deckt auch mehrere Firmenstandorte ab und sammelt alle Daten in einem System, sodass eine Wiederherstellung simpel und effektiv durchgeführt werden kann. Das ist allerdings auch die Krux – denn ein zentraler Speicherort ist meistens unübersichtlich, wartungsintensiv und damit auch fehleranfällig. Software mit einem lokalen Back-up-System werden unterschieden in:
  • Vollsicherung: Alle Daten werden zusammen und regelmäßig gespeichert – die Speicherung dauert enorm lange.
  • Differenzielle Datensicherung: Es werden solche Daten gespeichert, die seit der letzten Vollsicherung verändert oder neu erstellt wurden – die Speicherung dauert nicht mehr so lang.
  • Inkrementelle Datensicherung: Ein Bezug zu den Veränderungen seit der letzten Sicherung wird hergestellt – die Speicherung ist noch einmal kürzer.

    3. Cloud-basiertes Back-up
    Eine zentrale Verwaltung aller Daten ist mit wenigen Mausklicks möglich, sodass der hohe Wartungsaufwand bei dieser Lösung entfällt. Eine Wiederherstellung von einzelnen Daten über ganze virtuelle Abläufe bis hin zu Datenbanken und Servern ist mit wenigen Minuten erledigt.

    Marco Bläsing: „Auf dem Markt herrscht für Back-up-Lösungen stetige Weiterentwicklung. Vor allem im Cloud-Bereich etablieren sich Systeme, die sich um den Datenverkehr kümmern und übertragene Daten verschlüsseln und mittels Deduplizierung für reduzierte Bandbreitenauslastungen sorgen. Außerdem stellen diese einen lokalen Cache bereit, der den sofortigen Zugriff auf jüngste Back-ups ermöglicht.“

    Der Verlust von Daten verdoppelt immer den wirtschaftlichen Schaden, weil die Zeit, die in die Rekonstruktion der Daten fließt, nicht in neue Projekte investiert werden kann. Die richtige Strategie rettet Zeit, setzt Arbeitskraft optimal ein und spart schlussendlich eine Menge Geld.

    Wichtig zu wissen ist, dass nicht alle Back-up-Lösungen gleich sind und einige auch definitiv leichter zu bedienen sind als andere. In jedem Fall sollten Unternehmen mehr als eine Kopie auf einem anderen Medium als dem Server haben und nie nur auf eine Methode vertrauen.

    Der m2guard-IT-Experte: „In der digitalen Welt sollte die IT-Sicherheit einen hohen Stellenwert haben. Dazu gehört auch die korrekte Datensicherung. Mit einer korrekten Datensicherung schützen Unternehmen sich vor Datenverlust.“

    In jedem Fall ist ein Beratungsgespräch mit einem IT-Experten ratsam, um sich eine maßgeschneiderte Back-up-Strategie auf die eigenen Geschäftsprozesse schneidern zu lassen.
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