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IDC-Studie: Schutz vor Datendiebstahl hat Priorität Produktivitätsausfälle durch IT-Angriffe bei fast 50% aller Unternehmen

| Redakteur: Peter Schmitz

Im Rahmen der Studie „IT Security in Deutschland 2010“ hat das Marktforschungsunternehmen IDC von Mai bis Juni 2010 200 deutsche Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt. Ziel war es, die aktuelle Situation und die Pläne der Unternehmen zu untersuchen. Insbesondere lag der Fokus auch auf Trendthemen wie zum Beispiel Mobility, Cloud Computing, Virtualisierung, Compliance, sicheres Drucken oder Social Networking.

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Wichtigstes IT Security-Vorhaben für Unternehmen ist nach der IDC Umfrage die Vermeidung von Datendiebstahl.
Wichtigstes IT Security-Vorhaben für Unternehmen ist nach der IDC Umfrage die Vermeidung von Datendiebstahl.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Komplexität der Bedrohungsszenarien für die Unternehmens-IT nimmt kontinuierlich zu. Begünstigt durch Trends wie Cloud Computing und Virtualisierung entstehen neue Herausforderungen, so dass ganzheitliche IT Security-Konzepte unumgänglich werden. Dies jedenfalls ist ein Ergebnis aus der neuen Studie von IDC zum Thema IT Security in Deutschland 2010.

Ging es in der Vergangenheit vor allem um Einzelmaßnahmen zur Endpunktsicherheit, so müssen sich Unternehmen heute mehr und mehr Themen wie unerwünschtem Datenabfluss, Insiderattacken oder Angriffen aus dem Social Web widmen.

Vermeidung von Datendiebstahl ganz oben auf der Agenda

An oberster Stelle der Antriebsfaktoren steht für die von IDC befragten Teilnehmer die Vermeidung von Datendiebstahl. „Unternehmen werden sich daher zunehmend auf IT Security-Maßnahmen bei den Usern und auf die Daten selbst fokussieren“, kommentiert Lynn-Kristin Thorenz, Director Research und Consulting bei IDC diese logische Konsequenz. Danach finden sich Themen wie „Abwendung von finanziellem Schaden“ und „Aufrechterhaltung des Geschäftsablaufs“.

Fast die Hälfte der Befragten gibt an, bereits Ausfälle der IT-Systeme durch Angriffe auf die Unternehmens–IT erlitten zu haben mit der Folge von Produktivitätsverlusten der Mitarbeiter. Außerdem hatten die Angriffe sowohl personelle (39 %) als auch rechtliche (23 %) Konsequenzen, dicht gefolgt von Imageschäden (22 %), dessen tatsächlicher Wert am Anfang nur schwer abschätzbar ist.

Bedarf für Endpoint Security durch Viren, Spam und Trojaner steigt

In Bezug auf die Art der Angriffe ergibt sich ein gemischtes Bild. Viren, Spam und Trojaner führen die Liste klar an, was einen hohen Bedarf für Endpoint Security-Lösungen signalisiert. Dies ist grundsätzlich keineswegs verwunderlich, da zum einen Angriffe dieser Art durch Cyberkriminelle kontinuierlich zunehmen und zum anderen, weil solche Angriffe auch am ehesten auffallen. Manipulation, unberechtigter Zugriff und Verlust von Informationen werden im Vergleich dazu viel seltener bekannt.

Mangelndes Mitarbeiter Bewusstsein hemmt IT Security

Fehlendes Bewusstsein der eigenen Mitarbeiter führt dabei die Liste der Hemmfaktoren für IT Security aus Sicht der Befragungsteilnehmer an. IT Security wird in vielen Unternehmen noch nicht hinreichend genug ernst genommen. Das reicht von Unwissenheit über Ausblenden von Gefahren bis hin zu Ignoranz. Oft gelingt es auch der IT nur schwer, den Entscheidern die Risiken und die damit verbundenen Konsequenzen deutlich zu machen.

Seite 2: Sicherheitskonzepte weisen Lücken auf

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