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App-Testing für smarte Helfer

Professionelle Testmethoden für Wearable-Apps

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Das richtige Testing ist der Schlüssel

Um diesen und vielen anderen Schwierigkeiten rechtzeitig zu begegnen oder ihnen schon vor dem Launch einer App vorzubeugen, ist ein umfassendes Testing auf echten Geräten unabdingbar.

Ein speziell kreiertes Virtual Device kann zwar durchaus hilfreich sein, um vereinzelt Inhalte auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen. Jedoch kann nur ein Testing, das sich an den Nutzungsrealitäten seiner User orientiert, dabei helfen, Synchronisations- und Verbindungsprobleme zu verringern, valide Daten zu erheben und wichtiges Nutzerfeedback aus dem tatsächlichen Einsatz zu erhalten.

Beim richtigen Testing für Wearable-Geräte kommt es darauf an, dass Entwickler für jede Phase des System Development Life Cycles (kurz: SDLC) die passende Test-Methodik einsetzen:

Functional Testing: Zuallererst sollte sichergestellt sein, dass die App auch wirklich funktioniert. Das Testing auf echten Geräten verschafft Entwicklern einen Eindruck darüber, wie sich die Wearable-App in der Hand ihrer Nutzer verhält. Unter Einbeziehung von Test Cases sollte überprüft werden, ob Elemente wie die automatische Erfassung von Daten oder eine konstante Verbindung gegeben sind, während im Zuge von angeleiteten Exploratory Testings Probleme entdeckt werden können, die Entwickler bislang nicht bedacht haben.

Usability Testing: Ist eine App mit zu vielen Funktionen überladen? Ist die Bedienung der App auf dem neuen Gerät genauso einfach wie auf dem älteren Modell? Wollen Entwickler verstehen, wie Kunden die intuitive Nutzung der eigenen Anwendung einschätzen, ist es ratsam, eine Untersuchung der App-Usability durchzuführen.

Localization Testing: Sollen mit einer App User in mehreren Ländern oder auf der ganzen Welt angesprochen werden, müssen Entwickler darauf achten, die Wearable-Anwendung der jeweiligen Kultur, Sprache und Marktgegebenheiten entsprechend anzupassen. Gerade angesichts kleinerer Bildschirme bei Wearables gilt es zudem, auf das Interface zugeschnittene Übersetzungen zu wählen, ohne dabei die Aussage des ursprünglichen Textes zu verändern.

Load und Performance Testing: Weil der Großteil der Wearable-Kommunikation unmittelbar von Gerät zu App verläuft, ist es für Entwickler umso wichtiger, sicherzugehen, dass die App Nutzungsspitzen standhält – wenn also zum Beispiel sensible Daten in der Cloud gespeichert werden und die App gleichzeitig auf mehreren Geräten synchronisiert wird.

Security Testing: Insbesondere wenn eine App mit Servern in der Cloud kommuniziert, ist es für Entwickler wichtig, sicherzustellen, dass persönliche Daten sowie Usernamen und Passwörter geschützt werden. Anhand eines umfassenden Sicherheitschecks, der die App auf alle gängigen Sicherheitslücken hin überprüft, zeigt sich, ob die Form der Datenspeicherung und die gewählte Serververbindung den hohen Sicherheitsstandards der Nutzer genügen.

Fazit

Der Autor: Jan Wolter, EU-Geschäftsführer von Applause.
Der Autor: Jan Wolter, EU-Geschäftsführer von Applause.
(Bild: Applause)
Derzeit befindet sich der Markt für Wearable-Technologie in einer entscheidenden Wachstumsphase: Genau die richtige Zeit, für Unternehmen auf den bereits rollenden Zug aufzuspringen. Entwickler bzw. Unternehmen, die sich dazu entscheiden, sollten darauf achten, dass sie ihren Usern Apps von konstant hoher Qualität liefern. Hierbei sollte die Nutzersicht nicht zu kurz kommen – egal ob beim Programmieren der Wearable-Anwendung oder beim anschließenden Qualitäts-Testing. Wer beim App-Testing für die smarten Helfer auf die richtige Mischung aus automatisierten Verfahren und einem Testing auf echten Geräten und unter realen Bedingungen setzt, hat gute Chancen auf ein großes, saftiges Stück vom Wearable-Kuchen.

* Jan Wolter ist EU-Geschäftsführer von Applause.

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