QGroup benennt die besten Hacks Juni und Juli 2014

Proteste gegen den FIFA Worldcup und Israel

| Redakteur: Stephan Augsten

Im Juni und Juli 2014 gab es etliche nennenswerte Cyber-Angriffe durch politisch motivierte Hacktivisten.
Im Juni und Juli 2014 gab es etliche nennenswerte Cyber-Angriffe durch politisch motivierte Hacktivisten. (Bild: QGroup)

Während im Juni etliche Hacking-Attacken unter dem Motto #OpWorldcup standen, protestierten die Hacktivisten im Juli vermehrt gegen Israel. Den größten Image-Schaden hatte nach Einschätzung der QGroup aber die Europäische Zentralbank zu verzeichnen: Ihr waren rund 20.000 E-Mail-Adressen und andere private Daten abhandengekommen.

Eine Fußballweltmeisterschaft soll eigentlich ein friedliches und freudiges Großereignis sein. Politische und finanzielle Hintergründe sorgten aber bekanntermaßen auch für viel Unmut, der sich auch im Internet entladen sollte: Unter dem Hashtag #OpWorldcup startete Anonymous den Protest gegen den FIFA Worldcup.

Als erstes Ziel wurde die Webseite des New Yorker Wahlausschusses (NY State Board of Elections) auserkoren. Der offizielle Internet-Auftritt wurde von den Hacktivisten kurzzeitig übernommen und entstellt. Eine weitere Attacke unter dem Motto #OpWorldcup richtete sich gegen die Webseite der brasilianischen Regierung und Sponsoren der Weltmeisterschaft.

Die groß angelegten Attacken erfolgten der QGroup zufolge vor dem Eröffnungsspiel, betroffen waren mehr als 60 mit der WM in Verbindung stehende Webseiten. Neben DDoS-Attacken setzten die Angreifer auch auf SQL-Injektionen, die massiven Schaden anrichteten.

Für mehr Furore sorgte allerdings eine erfolgreiche Hacking-Attacke auf das Forum der beliebten Notiz-App Evernote. Dabei wurden diverse Informationen wie Profildaten, Passwort-Hashes, E-Mail-Adressen und Geburtsdaten entwendet. Rund 165.000 Forenmitglieder mussten nach der Attacke ihre Passwörter ändern.

Im Juli 2014 starteten Hacktivisten die Offensive #OpSaveGaza, federführend dabei war AnonGhost. Das Hacker-Kollektiv verunstaltete die offizielle Webseite des Ministeriums für Entwicklung von Galiläa sowie eine Sub-Domain von Haaretz, einer populären israelischen Zeitung. Auf der Webseite fand sich anschließend Kritik an der Bombardierung des Gaza-Streifens in Palästina.

Ergänzendes zum Thema
 
Erfolgreiche Hackerangriffe der vergangenen Jahre im Überblick

Einen weiteren virtuellen Angriff auf Israel startete die Syrian Electronix Army: Die Vereinigung übernahm einen Twitter-Account des israelischen Militärs und postete gefälschte Tweets über mögliche nukleare Lecks an über 300.000 Follower.

Fernab pollitischer Motive knackte ein Unbekannter die Webseite der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Hacker stahl nach eignen Angaben rund 20.000 E-Mail-Adressen sowie einige Telefonnummern und Adressen von Besuchern bzw. Teilnehmern der EZB-Konferenz. Anschließend versuchte er, Lösegeld für die Daten zu erpressen.

Dies war nur ein Auszug der interessantesten Hacking-Attacken aus dem Sommer 2014. Weitere Attacken finden sie – grafisch aufbereitet von der QGroup – in der Bildergalerie „Erfolgreiche Hackerangriffe“. Wenn Sie die stilvollen „Traueranzeigen“ in gedruckter Form erhalten wollen, können Sie diese als kostenlose Broschüre bei der QGroup bestellen.

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