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Sicherer Datenaustausch mithilfe von Photonen Quantenkryptographie-Chip von Siemens IT Solutions and Services

| Redakteur: Florian Karlstetter

Glaubt man Siemens IT Solutions and Services, haben mathematische Algorithmen für die Datenverschlüsselung bald ausgedient. So haben die Spezialisten zusammen mit dem Austrian Research Center und der Technischen Universität Graz einen ersten Quantenkryptographie-Chip für den industriellen Gebrauch entwickelt.

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Mit Quantenphysik zum absolut sicheren Datenaustausch: Der von Siemens IT Solutions and Services vorgestellte Quantenkryptographie-Chip.
Mit Quantenphysik zum absolut sicheren Datenaustausch: Der von Siemens IT Solutions and Services vorgestellte Quantenkryptographie-Chip.
( Archiv: Vogel Business Media )

Siemens IT Solutions and Services macht sich in Sachen sicherem Datenaustausch Naturgesetze zunutze. So entwickelten Forscher und Ingenieure einen Quantenkryptographie-Chip, mit dem völlig abhörsichere und unknackbare Schlüssel möglich sein sollen. Die Quantenkryptographie arbeitet dabei mit Photonen, also einzelnen Lichteilchen, die von einem optischen Gerät generiert und codiert werden.

Siemens IT Solutions and Services beschreibt die Funktionsweise der neuartigen Verschlüsselungstechnik folgendermaßen: Nachdem das optische Gerät die Lichtteilchen über Glasfaserkabel an den Empfänger der Nachricht übermittelt hat, misst jeder Kommunikationspartner bestimmte Eigenschaften der Photonen mit Hilfe eines Detektors.

Im Anschluss werden die ermittelten Werte über ein Kommunikationsprotokoll via Internet miteinander verglichen. Stimmen diese überein, übernimmt der Chip die Verarbeitung und erzeugt aus den Messergebnissen abhörsichere Schlüssel. Die eigentliche Nachricht wird erst mit diesem sicheren Schlüssel übertragen.

Manipulationen unmöglich?

Nach Angaben von Siemens IT Solutions and Services wird jeder Abhörversuch bei der Schlüsselgenerierung automatisch erfasst, da die Photonen hierbei verändert oder zerstört werden. Registriert der Chip dieses Szenario, wird automatisch ein neuer Schlüssel erzeugt. Dieser Vorgang wird solange wiederholt, bis sichergestellt ist, dass niemand „mitgehört“ hat.

Die erzeugten Schlüssel verlassen den Chip nie, sondern werden lediglich zum Ver- und Entschlüsseln von sensiblen Daten verwendet und danach gelöscht.

Ein Prototyp des Quantenkryptographie-Chips ist bereits fertiggestellt. Ein entsprechendes Glasfasernetz für die Nutzung des Chips wird voraussichtlich im Oktober 2008 in Wien vorgestellt. Bis zur Serienreife soll es allerdings noch zwei Jahre dauern.

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