Lookout-Report zum Stand der mobilen Sicherheit

Rechnungsbetrug über Premium-SMS-Dienste floriert

| Redakteur: Stephan Augsten

Die Wahrscheinlichkeit, dass Lookout bei der Installation eine mobile Malware findet, ist in Osteuropa und Asien besonders hoch.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Lookout bei der Installation eine mobile Malware findet, ist in Osteuropa und Asien besonders hoch.

Als Hersteller von Antivirus-Lösungen für Mobilgeräte warnt Lookout vor der zunehmenden Verbreitung bösartiger Smartphone-Apps. Neben Spyware und Programmen mit besonders aggressiver Werbung gehören hierzu betrügerische Apps, die Kosten über Premium-SMS-Dienste verursachen.

Der Report „State of Mobile Security 2012“ von Lookout lässt für die mobile Sicherheit und Privatsphäre eine düstere Zukunft erahnen. Lookout schätzt, dass in den vergangenen zwölf Monaten etwa sechs Millionen Smartphone-Nutzer schon einmal Opfer von Malware-Attacken geworden sind.

Eine genaue Zahl können die Antivirus-Experten nicht nennen, da die Smartphone-Besitzer – wenn überhaupt – unterschiedliche Antivirus-Lösungen nutzen. Allerdings gibt der Report Aufschluss darüber, wie sich die Bedrohungslandschaft aktuell entwickelt.

So ist die Zahl der durch Lookout entdeckten individuellen Malware-Instanzen ist zwischen Juli 2011 und Juni 2012 von weniger als 1.000 auf fast 30.000 Schadcodes angestiegen. 82 Prozent davon gehören zur FakeInst-Familie (Fake Installer). Diese suggerieren, eine legitime App zu installieren, manipulieren dann allerdings die Premium-SMS-Dienste auf Android-Geräten.

Nimmt man noch die anderen Malware-Apps hinzu, die auf diese Art und Weise Rechnungsbetrug begehen, dann beläuft sich ihr Anteil am gesamten Malware-Aufkommen gar auf 91 Prozent. Geographisch gesehen finden sich entsprechende Schadcodes allerdings vornehmlich in osteuropäischen und asiatischen Ländern.

Angriffsziel Russland

Die Wahrscheinlichkeit, dass Lookout nach der Installation eine betrügerische Malware findet, beläuft sich in Russland auf 41,6 Prozent, in Deutschland hingegen auf weniger als 0,4 Prozent. Vornehmlich ist das auch darauf zurückzuführen, dass in Russland keine expliziten Bestätigungsnachrichten versendet werden müssen.

Die Datensicherheit ist vornehmlich durch Spyware-Apps oder solche Anwendungen bedroht, die mithilfe integrierter Ad-Netzwerke unerlaubt Informationen abgreifen. Darüber hinaus hat Lookout bereits Malware entdeckt, die das mTAN-Verfahren aushebelt, indem sie sich im Browser festsetzt (Man-in-the-Browser-Angriff).

Weitere Details zur Malware-Verbreitung auf Smartphones und anderen Mobilgeräten finden sich direkt im Lookout-Report „State of Mobile Security 2012“.

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