Forscher des Fraunhofer SIT mit Entwicklungsansatz für Mobile Trusted Modules

Referenzarchitektur für mehr Sicherheit in mobilen Endgeräten

30.04.2008 | Autor / Redakteur: Florian Karlstetter / Peter Schmitz

Forscher des Fraunhofer SIT haben eine Referenz-Architektur für sichere Smartphones entwickelt.
Forscher des Fraunhofer SIT haben eine Referenz-Architektur für sichere Smartphones entwickelt.

Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie haben eine Referenzarchitektur für Smartphones vorgestellt, die auf die Spezifikationen der Trusted Computing Group und der Mobile Phone Working Group basieren. Dabei handelt es sich um ein sicheres Authentifizierungsverfahren mit Mobile Trust Modules.

Heutige Smartphones können aufgrund ihrer enormen Funktionalität auch ein Sicherheitsrisiko darstellen, da sie meist nicht umfassend abgesichert werden können. Mit dem Grundsatzreferat „On the deployment of mobile trusted modules“ haben Forscher des Fraunhofer SIT nun ein Modell vorgestellt, mit dem der Einsatz mobiler Endgeräte künftig sicherer werden soll.

Dabei handelt es sich um einen Sicherheitsansatz, der auf Spezifikationen der Trusted Computing Group (TCG) und der Mobile Phone Working Group (MPWG) basiert. Ähnlich wie bei Trusted Platform Modules (TPM) kommen bei der Architektur virtuelle Mobile Trust Modules (vMTM) zum Einsatz.

Ein solcher vMTM kann beispielsweise die Daten und Funktionalität einer SIM-Karte beherbergen und so deren Einsatzzweck auf die Authentifikation und das Identitätsmanagement auch auf normalen PC-Plattformen ausdehnen.

„Eine vertrauenswürdige mobile Plattform besteht aus Bereichen, die jeweils unterschiedlichen Interessenvertretern wie beispielsweise Netzbetreiber und Dienstanbieter zugeordnet und durch einen physikalischen Sicherheitsanker geschützt werden“, erläutert Nicolai Kuntze, Forscher am Fraunhofer SIT. „Besonders wichtig ist die Inbesitznahme des Gerätes durch den Benutzer und die geheime Übertragung der Benutzeridentitäten zwischen verschiedenen Geräten und Netzkomponenten.“

Auszeichnung für besten Konferenzbeitrag

Für ihr Grundsatzwerk sind drei Fraunhofer-Forscher Andreas Schmidt, Nicolai Kuntze und Michael Kasper eine auszeichnung von der IEEE- WCNC-Konferenz Wireless (Communications and Networking Conference des Institute of Electrical and Electronics Engineers) nun ausgezeichnet worden.

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