Interoperabilität und Datensicherheit

Rückenwind für das smarte Zuhause

| Autor / Redakteur: Christoph Kutter * / Hendrik Härter

Sensoren sind das Herz des Smart Home. Das Bild zeigt einen Foliensensor, um Kohlendioxyd in der Luft zu detekieren.
Sensoren sind das Herz des Smart Home. Das Bild zeigt einen Foliensensor, um Kohlendioxyd in der Luft zu detekieren. (Bild: Fraunhofer EMFT)

Die meisten Deutschen halten das Smart Home für eine feine Sache. Doch für einen breiten Markterfolg gilt es noch ein paar Herausforderungen zu stemmen. Neue Impulse und innovative Lösungen sind unter anderem bei den Themen Interoperabilität und Datensicherheit gefragt.

Mehr Wohnkomfort, effizientere Energienutzung und auch im Alter ein eigenständiges Leben in den eigenen vier Wänden – das alles soll Smart Home, also das „mitdenkende Gebäude“, ermöglichen. Der Mehrheit der Bundesbürger ist Smart Home heute ein Begriff. Laut einer Umfrage der Bitkom vom August 2015 haben rund 65 Prozent der Deutschen zumindest davon gehört – 2014 waren es erst 51 Prozent. Die meisten Befragten zeigten sich aufgeschlossen gegenüber Smart-Home-Techniken und konnten sich vorstellen, diese auch selbst zu nutzen.

Doch obwohl die Grundstimmung recht positiv ist, hält der Trend vom vernetzten Wohnen hierzulande wesentlich langsamer Einzug als zunächst gedacht. Noch 2013 hatte das Beratungsunternehmen Deloitte in einer Studie eine Million vernetzte Haushalte bis 2020 prognostiziert, eine Zahl, die mittlerweile deutlich nach unten korrigiert werden musste.

Geringe Interoperabilität erweist sich als Hemmschuh

Am mangelnden Interesse liegt es nicht, der Schuh drückt woanders: Die Hürden für Installation und Betrieb sind noch viel zu hoch. Zwar existieren schon eine Handvoll Highend-Lösungen, die den gesamten Haushalt intelligent vernetzen – diese sind allerdings teuer und aufwändig zu installieren. Zudem hat der Nutzer nur wenige Möglichkeiten, das System auf eigene Bedürfnisse anzupassen oder zu erweitern. Ansonsten sind heute fast nur Insellösungen für bestimmte Teilbereiche verfügbar.

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Das ist an und für sich auch kein schlechter Ansatz: Für die meisten Nutzer wäre es am praktikabelsten, sich aus einer Art „Baukasten“ ihr eigenes Smart-Home-System zusammenzustellen. Der Haken an der Sache ist die mangelnde Interoperabilität. Ein zentraler Gedanke des Smart Home ist ja gerade, dass sich die unterschiedlichen Geräte im Gebäude vernetzen, aufeinander abgestimmt interagieren und sich zentral steuern lassen. Davon sind wir heute noch weit entfernt, weil Geräte und Systeme unterschiedlicher Hersteller nicht kompatibel zueinander sind.

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