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Safe Harbor

| Redakteur: Gerald Viola

Safe Harbor ist der Name einer im November 2000 festgelegten Richtlinienvereinbarung zwischen dem Handelsministerium der USA und der Europäischen Union (EU), die regelt, wie US-Unternehmen

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Safe Harbor ist der Name einer im November 2000 festgelegten Richtlinienvereinbarung zwischen dem Handelsministerium der USA und der Europäischen Union (EU), die regelt, wie US-Unternehmen mit den persönlichen Daten (wie Namen und Adressen) europäischer Bürger umgehen und sie exportieren sollen. Diese Richtlinienvereinbarung ist ein Kompromiss als Antwort auf eine europäische Anweisung, die sich von den traditionellen Geschäftsabläufen zwischen miteinander verhandelnden europäischen und US-Unternehmen, unterschied. 1998 stellte die Europäische Kommission die Datenschutzrichtlinie (Directive on Data Protection) auf, welche den Datentransfer zu außereuropäischen Ländern, die sich nicht strikt an die Kriterien hielten, verbietet. Durch diese sehr strengen Richtlinien wurde der außereuropäische Transfer persönlicher Daten von europäischen Bürgern größtenteils illegal.

Die Safe Harbor-Abmachungen fordern dieses: Unternehmen, die viele persönlichen Daten speichern, müssen die Betroffenen über ihre Datenansammlungen informieren und ihnen mitteilen, wie die Daten verwertet werden. Sie benötigen eine Erlaubnis dafür, die Daten an Dritte weiterzugeben. Sie müssen den Betroffenen den Zugriff auf die gesammelten Daten gewähren, die Datenintegrität und -sicherheit muss gewährleistet sein und die Einhaltung von Regeln muss garantiert werden.

Die Vereinbarung stellt einen Rahmen für die Kompromisslösung zwischen den Datenschutzmaßnahmen der USA und der EU dar. Die Vereinbarung gilt für alle 15 Mitgliedsstaaten, sodass Datentransfers ohne eine individuelle Genehmigung stattfinden können. US-Unternehmen, die sich der Safe Harbor-Vereinbarung nicht unterwerfen, müssen sich bei jedem europäischen Staat einzeln um die Autorisierung bemühen. EU-Organisationen können eine Liste der US-Unternehmen überprüfen, die sich dieser Initiative angeschlossen haben, um sicher zu gehen, dass die Safe Harbor-Prinzipien zum Schutz der Privatsphäre eingehalten werden.

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