Authentifizierung und Verschlüsselung bieten nicht genügend Sicherheit

SAP Netweaver erfordert Antivirus-Schutz beim Datenaustausch

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SSL-Verschlüsselung hemmt Sicherheitskontrollen

Ein Security-Problem besteht darin, dass die Informationen chiffriert sind, um sie vor den unerwünschten Einblicken zu schützen. Denn viele Sicherheitssysteme im Netzwerk können den SSL-Traffic nicht erfassen, geschweige denn analysieren. Somit wäre es einem Schadcode möglich, sich ungehindert über die SAP-Systeme zu verbreiten. Eine Infektion ließe sich nur an den jeweiligen Endpunkten der SSL-Verschlüsselung erkennen und verhindern.

Das Netweaver-System ist somit auf das Sicherheitsbewusstsein des Anwenders und dessen Virenschutz angewiesen – haben beide im Vorfeld versagt, steht dem Schadcode die gesamte SAP-Datenbank offen. An dieser Stelle kommt erschwerend hinzu, dass viele Malware-Programmierer Wert darauf legen, dass ihr Schadcode unentdeckt bleibt. Anwender merken meist nicht, dass ihre Systeme infiziert sind, da sich die Rechner aus ihrer Sicht völlig normal verhalten.

Deshalb gehört ein Virenschutz laut Stefan Schiffert, CTO bei Avira GmbH, heute in allen Unternehmen zum Pflichtprogramm. Sein Unternehmen bietet speziell für SAP Netweaver einen Virenscanner an, der von den SAP-Laboren unter Windows und Sun Solaris getestet und zertifiziert wurde.

Der Scanner beugt Infektionen vor, indem er sämtliche Informationen prüft, die zwischen den Modulen und Appliaktionen von SAP ausgetauscht werden. Davon können laut Schiffert nicht nur Unternehmen und deren Partner profitieren, sondern auch Behörden, die ihre Projekte auf Basis von SAP Netweaver aufgesetzt hätten. Denn im Rahmen des E-Government greifen Anwender auf wichtige Informationen zu – User, die teilweise keine oder veraltete Antivirus-Lösungen installiert haben.

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