Neue Geschäftsdivision gegründet

SAS setzt auf analytische Betrugsbekämpfung

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

SAS hat eine Divion für analytische Betrugsbekämpfung gegründet.
SAS hat eine Divion für analytische Betrugsbekämpfung gegründet. (Bild: SAS)

Der Softwarehersteller SAS hat eine neue Division für analytische Betrugsbekämpfung ins Leben gerufen. „SAS Fraud & Security Intelligence“ ist bereits aktiv und wird von Finanzdienstleistern wie der Société Générale oder der isländischen Landsbankinn genutzt.

In der neuen Division arbeiten rund 400 Spezialisten in Europa, Amerika und Asien daran, die Erkennung und Bekämpfung von Betrug und Geldwäsche weiter zu verbessern. Dafür setzen sie auf Advanced Analytics und andere moderne Technologien, wie etwa Künstliche Intelligenz (KI). Der Bedarf für derartige Lösungen ist vorhanden, wie aktuelle Schätzungen zeigen: Demnach verlieren Finanzdienstleister im Schnitt etwa fünf Prozent ihres Jahresumsatzes durch betrügerische Aktivitäten. Dies betrifft aber nicht nur Banken und Versicherungen, sondern auch andere Unternehmen. Wie eine Studie von PwC belegt, wurde bereits jede zweite Firma (49 Prozent) Opfer von kriminellen Machenschaften.

Experte am Ruder

Die Leitung der neuen Geschäftssparte übernimmt Stu Bradley als Vice President of Fraud and Security Intelligence, der bereits rund 20 Jahre Erfahrung in der Betrugsbekämpfung mitbringt. „Das rasante Wachstum der digitalen Wirtschaft bringt ebenso rasant wachsende Risiken durch Betrug und Cyberkriminalität mit sich. Der Einsatz von Technologien wie KI und die Cloud, aber auch die breite Nutzung des Internet of Things wird diese Entwicklung noch verschärfen. Wir wollen unseren Kunden Mittel an die Hand geben, um sich zugleich zu modernisieren, die Regularien zu erfüllen und sich gegenüber Risiken maximal abzusichern“, erklärt er.

Hybrider Ansatz

SAS setzt auf hybride Analytics-Konzepte, die Machine Learning, KI und die Analyse von sozialen Netzwerken kombinieren. Zudem kooperiert die neue Division direkt mit den Abteilungen für Risikomanagement und IoT-Technologien. Anwender sollen dadurch direkt vom Prinzip der SAS Platform profitieren können. Mit der Landsbankinn, der größten Bank Islands, ist das Konzept bereits im Praxiseinsatz. Dort werden SAS Anti-Money-Laundering und SAS Visual Analytics für die Datenvisualisierung gemeinsam eingesetzt. „Wir können niemals alle Transaktionen manuell überprüfen. Ein System wie das von SAS hilft uns dabei, Muster zu erkennen und die verdächtigen Fälle zu isolieren, bei denen eine genauere Nachforschung sinnvoll ist“, erklärt Thordur Orlygsson, Chief Compliance Officer der Bank.

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