Erfolgreiche Hacking-Attacken im Oktober 2014

Schlagabtausch zwischen Indien und Pakistan

| Redakteur: Stephan Augsten

Der Oktober 2014 strotzte nur so vor politisch motivierten Hacking-Attacken.
Der Oktober 2014 strotzte nur so vor politisch motivierten Hacking-Attacken. (Bild: QGroup)

Zwischen Indien und Pakistan ist im Internet ein regelrechtes Hacking-Gefecht entbrannt. Aber auch andere Regierungen und Behörden wurden von Hacktivisten angegriffen, wie die QGroup in ihren „Best of Hacks“ für Oktober 2014 zeigt. So wurde der offizielle Twitter-Account der UNICEF durch die Syrian Electronic Army gehackt.

Für viel Wirbel hat im Oktober 2014 die Meldung über eine Schwachstelle im Content Management System (CMS) Drupal gesorgt. Der gleichnamige Anbieter gab bekannt, dass annähernd eine Million mit Drupal betriebene Webseiten angegriffen wurden. Viele Fälle in der aktuellen Hacking-Hitliste der QGroup ließen sich allerdings auf politische Beweggründe zurückführen.

Zu einem regelrechten Wettstreit schaukelte sich eine Auseinandersetzung zwischen indischen und pakistanischen Hackern hoch. Ausgangspunkt war dabei offenbar die Aussage von Bilawal Zardi, dem Vorsitzenden der Pakistanischen Volkspartei, dass er die Kontrolle über das indische Gebiet Jammu und Kaschmir zurückerlangen wolle.

Infolge der verbalen Provokation übernahm ein indischer Hacker mit dem Decknamen Bl@Ck Dr@GoN die Internetseite der Pakistanischen Volkspartei. Im Gegenzug verunstalteten pakistanische Hacktivisten mehrere Webseiten der indischen Regierung und der stärksten Partei Indiens. Als Reaktion darauf griffen indische Cyber-Kriminelle wiederum die Webseite der staatlich geführten pakistanischen Eisenbahn an, um sie zu verunstalten (Website Defacement).

Weitere Aktivisten-Hacks finden sich in der Bildergalerie, andere Sicherheitsvorfälle sind aber durchaus auch erwähnenswert. So sorgte eine DDoS-Attacke für den Ausfall des Onlinepoker-Turniers „Swedish Masters 2014“. Da der Ausrichter Svenska Spel die Lage nicht in den Griff bekam, brach er die Spiele kurzerhand ab und zahlte den Teilnehmern ihr Startgeld zurück.

Einer Gruppe russischer Hacker ist es derweil gelungen, hunderttausende Computer mit Malware zu infizieren. Offenbar ist es den Angreifern gelungen, 800.000 Online-Transaktionen auszulesen und entsprechende Zugangsdaten zu stehlen. Betroffen waren hauptsächlich Konten in den USA, aber laut der QGroup auch europäische Nutzer.

Ergänzendes zum Thema
 
Erfolgreiche Hackerangriffe der vergangenen Jahre im Überblick

Wer sich für weitere Sicherheitsvorfälle interessiert, der kann sich nach Herzenslust durch die Bildergalerie „Erfolgreiche Hackerangriffe“ klicken. Wenn Sie die stilvollen „Traueranzeigen“ in gedruckter Form erhalten wollen, können Sie diese als kostenlose Broschüre bei der QGroup bestellen.

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