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SAS-Studie Schlecht vorbereitet auf die DSGVO

| Autor: Heidemarie Schuster

Laut einer Studie von SAS lässt die DSGVO-Fitness von Unternehmen zu wünschen übrig. Lediglich sieben Prozent der Unternehmen weltweit sind auf die neue Richtlinie vorbereitet. Zudem rechnet fast die Hälfte mit signifikanten Auswirkungen der Datenschutz-Richtlinie auf ihre KI-Projekte.

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Am 25. Mai 2018 tritt für alle 28 EU-Mitgliedsstaaten die General Data Protection Regulation (GDPR), hierzulande bekannt als Europäische Datenschutzgrundverordnung, in Kraft.
Am 25. Mai 2018 tritt für alle 28 EU-Mitgliedsstaaten die General Data Protection Regulation (GDPR), hierzulande bekannt als Europäische Datenschutzgrundverordnung, in Kraft.
(Bild: Pixabay)

Nicht mehr lange, dann tritt die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft – dennoch sind längst nicht alle der befragten Unternehmen auf die neuen Vorschriften vorbereitet. Eine SAS-Studie, bei der branchenübergreifend 183 Mitarbeiter befragt wurden, die für die Vorbereitung ihres Unternehmens auf die Richtlinie verantwortlich sind zeigt, dass 93 Prozent der Umfrageteilnehmer glauben, noch nicht vollständig richtlinienkonform zu sein. Nur 46 Prozent der Unternehmen, die dazu befragt wurden, gehen zumindest davon aus, dass sie bis zum Stichtag den 25. Mai bereit sein werden. Dabei gibt es einen beachtlichen Unterschied zwischen US- und EU-Unternehmen: Lediglich 30 Prozent in den USA sind zuversichtlich, die Deadline zu schaffen, während der Anteil in Europa bei 53 Prozent liegt.

Befragt wurden von SAS branchenübergreifend 183 Mitarbeiter, die für die Vorbereitung ihres Unternehmens auf die Richtlinie verantwortlich sind.

„Vor der Forderung nach mehr Datenschutz kann man nicht die Augen verschließen – wir helfen Unternehmen dabei, für ihre Kunden nachvollziehbar zu machen, wie ihre Daten verwendet werden“, erklärt Todd Wright, Senior Product Marketing Manager bei SAS. „Dafür müssen Unternehmen jeden Bereich ihrer Geschäftsaktivitäten in eine langfristige DSGVO- und Datenschutzstrategie einbinden. Verlassen sie sich in diesem Punkt nur auf die IT, ist ein Scheitern programmiert.“

Auch wenn laut der Studie die Mehrheit für den Stichtag im Mai noch nicht bereit ist, arbeiten doch fast alle daran. 93 Prozent sagen, dass sie immerhin einen Plan haben (oder demnächst haben werden). Und der überwiegende Anteil erwartet sich Vorteile unterschiedlichster Art davon, richtlinienkonform zu werden – sei es im Hinblick auf bessere Data Governance oder steigendes Kundenvertrauen.

„Verbraucher erwarten heute genau das Vertrauen, das die DSGVO herstellen soll“, führt Wright weiter aus. „Unternehmen, die die Vorgaben erfüllen, profitieren von einem effizienteren Datenmanagement, was wiederum zu höherer Produktivität sowie einem besseren Kundenverständnis und -service führt.“

Weltweit rechnen 84 Prozent der Befragten mit einer Verbesserung ihrer Data Governance durch die DSGVO, in der EU sind es sogar 91 Prozent. 68 Prozent sehen darin Potenzial, das Vertrauen zwischen ihnen und ihren Kunden zu stärken. Zusätzlich erhoffen sie sich davon eine höhere Qualität der Personendaten, ein besseres Unternehmensimage und eine Weiterentwicklung in Richtung datengetriebenes Unternehmen.

Schwierigkeiten

Als größte Herausforderung im Vorfeld der DSGVO empfinden die Befragten das Aufspüren sämtlicher Quellen, in denen Personendaten abgelegt sind. Darauf folgt das Erlangen der erforderlichen Fähigkeiten, um die DSGVO-Compliance zu managen.

49 Prozent sehen Auswirkungen auf ihre Projekte im Bereich Künstliche Intelligenz (KI). Die größten Bedenken bereiten in dem Zusammenhang das Herstellen eines informierten Konsenses, das Loggen und Bereitstellen von Profilinformationen für Auditoren sowie das Einbinden menschlicher Intelligenz in KI-Entscheidungen. 75 Prozent gehen zudem davon aus, dass die DSGVO auch Effekte auf ihre IT-Abläufe haben wird.

Alles rund um die DSGVO finden Sie hier.

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