Microsoft-Anwendungen sicherer als Drittanbieter-Software

Secunia meldet 1.208 Schwachstellen in Software-Top-50

| Redakteur: Stephan Augsten

Ein Großteil der 2013 gemeldeten Sicherheitslücken entfiel auf die fünf beliebtesten Browser.
Ein Großteil der 2013 gemeldeten Sicherheitslücken entfiel auf die fünf beliebtesten Browser. (Bild: Secunia)

Microsoft kann sich noch so sehr bemühen: Den Betriebssystemen und Anwendungen aus der Redmonder Software-Schmiede haftet der Ruf an, besonders unsicher zu sein. Die Schwachstellen-Experten von Secunia weisen in ihrem Jahresreport jedoch darauf hin, dass das größte Risiko unter Windows von unsicherer Drittanbieter-Software ausgeht.

Im Jahr 2013 hat Secunia insgesamt 13.073 Sicherheitslücken in 2.289 Anwendungen entdeckt,1.208 Anfälligkeiten entfielen auf die 50 beliebtesten Produkte. Dabei hat sich herausgestellt, „dass die größte Bedrohung für Unternehmen und Privatnutzer von Sicherheitslücken in Drittanbieter-Software ausgeht und nicht von Microsoft-Programmen“, heißt es im Secunia Vulnerability Review 2014.

Obwohl nur jede Dritte der 50 beliebtesten Anwendungen auf Privatrechnern nicht von Microsoft stammte, fanden sich hier 76 Prozent aller Schwachstellen. Der Anteil an Microsoft-Programmen inklusive Windows 7 liegt bei 66 Prozent, trotzdem wurden hier nur 24 Prozent der Schwachstellen entdeckt.

Gerade einmal 5,5 Prozent aller Sicherheitslücken sind derweil auf die vermeintlich unsicheren Windows-Betriebssysteme zurückzuführen. 727 Sicherheitslücken fanden sich in den fünf beliebtesten Browsern (Google Chrome, Mozilla Firefox, Internet Explorer, Opera und Safari) und zugehörigen Plug-ins

Oft genügt Hackern nur eine einzige Schwachstelle, um Sicherheitsvorkehrungen zu durchbrechen, warnt Secunia. Ein gut dokumentiertes Beispiel aus dem vergangenen Jahr sei ein Sicherheitsvorfall im US-Energieministerium: Die Ausnutzung einer bekannten Schwachstelle erzeugte hier Kosten von 1,6 Millionen US-Dollar und führte zum Diebstahl persönlicher Informationen von über 104.000 Mitarbeitern und ihren Familien.

Zu solchen Vorfällen muss es aber nicht zwingend kommen, unterstreicht Secunia: 2013 waren für 86 Prozent der Schwachstellen, die in den Top 50 der beliebtesten Programme entdeckt wurden, schon am Tag der Bekanntgabe Sicherheitsupdates verfügbar. Unternehmen sollten die Aktualisierungen so schnell wie möglich adaptieren und ausrollen.

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