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Strategischer und sicherer Umgang mit Web-2.0-Services zukunftsträchtig Security-Experten sollten Social-Media-Dienste wie Twitter, Xing & Co nutzen

| Redakteur: Peter Schmitz

Social-Media-Plattformen wie Twitter, Xing, LinkedIn und Facebook sowie Blogs sollen Firmen besser mit ihren Kunden vernetzen und neue Informationskanäle erschließen. Nach Ansicht vieler Security-Experten öffnen sie aber auch neue Sicherheitslücken im Unternehmen. Dabei kennen sie sich selbst nur unzureichend im Web 2.0 aus – dies müsse sich künftig ändern, findet der eco-Arbeitskreis Sicherheit.

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Sicherheitsverantwortliche sollten sich mehr Social-Media-Diensten befassen, meint der eco-Verband.
Sicherheitsverantwortliche sollten sich mehr Social-Media-Diensten befassen, meint der eco-Verband.
( Archiv: Vogel Business Media )

Angeblich haben Unternehmen, die nicht Web 2.0 aktiv sind, relativ schlechte Karten. Pflegen Mitarbeiter kein Profil auf Xing oder LinkedIn, wird nicht getwittert oder gebloggt, gehen in jedem Fall wertvolle Kontakte und Synergieffekte verloren, die ein Unternehmen voranbringen könnten.

Während Marketing- und PR-Abteilungen deshalb immer mehr auf Social Media setzen, haben Sicherheitsverantwortliche häufig Bedenken. Doch gerade viele Security-Experten haben sich auch nur unzureichend um das Thema Social Media gekümmert, wie eine Umfrage des eco-Arbeitskreises Sicherheit zeigte.

Nur knapp ein Drittel der Teilnehmer hat demnach schon einmal selbst getwittert, 15 Prozent haben noch kein Profil auf Xing. Security-Experten sollten sich nach Ansicht des eco Arbeitskreis Sicherheit intensiv mit den Möglichkeiten und Gefahren sozialer Medien befassen, um die Aktivitäten des Unternehmens im Web 2.0 technisch, aber auch unternehmenspolitisch abzusichern.

„Datenklassifizierung und Informationsverbreitungsrecht sind in sehr vielen Unternehmen noch nicht Web-2.0-fähig“, sagt Dr. Kurt Brand, Leiter des Arbeitskreises Sicherheit bei eco und Geschäftsführer der Pallas GmbH. „Weil entsprechende Regelungen fehlen, schrecken viele Security Manager davor zurück, die Nutzung von Social Networks für Mitarbeiter freizugeben oder gar zu unterstützen, dass das Unternehmen selbst twittert. Hier besteht die Gefahr, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu beschneiden, denn Social Media sind echte Ideenschmieden und Kontaktbörsen.“

Ziel sollte nach Ansicht des eco-Verbandes ein verantwortungsvoller, sinnvoller Umgang mit Social Media sein. Policies zur Nutzung von Social Media im Unternehmenskontext helfen, die Nutzung für die Mitarbeiter leichter und sicherer zu machen und auch das Unternehmen selbst gegen Schäden abzusichern.

Die Struktur einer solchen Policy sollte dabei vom Zweck über den Geltungsbereich und die Regeln hin zu Konsequenzen bei Nichtbeachtung führen. Bei der strategischen Planung von Web 2.0-Aktivitäten sollten die Unternehmensbereiche Information Security, Corporate Communications, PR, Marketing sowie Compliance- und Risk-Management einbezogen werden.

Dabei seien Social Media wichtig für nahezu alle Unternehmen: „Die Vogel-Strauß-Politik hilft hier nicht weiter – wer selbst nichts im Social Web macht, mit dem wird etwas gemacht“, betont eco-Geschäftsführer Harald A. Summa die Bedeutung von Social Media für die Markenführung.

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