WinRoute-Firewall wird Kerio Control

Security-Hersteller rüstet Gateway-Firewall zu UTM-Software um

01.06.2010 | Redakteur: Stephan Augsten

Anstelle der reinen WinRoute-Firewall liefert Kerio künftig die UTM-Lösung Kerio Control 7 aus.
Anstelle der reinen WinRoute-Firewall liefert Kerio künftig die UTM-Lösung Kerio Control 7 aus.

Mit einer Lösung fürs Unified Threat Management (UTM) will Kerio Techologies kleine und mittlere Unternehmen umfassend vor Web-Bedrohungen schützen. Im Grunde handelt es sich dabei um eine neue Version der WinRoute-Firewall, die um Komponenten wie ein Snort-basierendes Intrusion-Detection- und -Prevention-System erweitert wurde.

Die Gateway-Firewall WinRoute von Kerio Technologies hat nach 13 Jahren offensichtlich ausgedient und wird durch Kerio Control 7 ersetzt. Die UTM-Lösung wird als Software-Appliance ausgeliefert und auf Servern sowie Workstation-PCs lauffähig sein.

Kernkomponente ist neben der Firewall ein Snort-basierendes IDS/IPS (Intrusion Detection System, Intrusion Prevention System), das Angriffe auf Netzwerk-Komponenten erkennen und verhindern soll. Dabei werden Sicherheitsvorfälle je nach Tragweite mithilfe eines dreistufigen Systems bewertet, so dass angemessen auf jeden Vorfall reagiert werden kann. Die Signaturdatenbank für die Traffic-Analyse wird um eine IP-Blacklist erweitert.

Gleichzeitig wechselt Kerio den Anti-Malware-Partner und stattet Kerio Control 7 mit einer Antivirus-Engine von Sophos aus, die jeden ein- und ausgehenden Web-, E-Mail- und FTP-Verkehr scannt. Dank Plug-ins ist es auch möglich, andere kommerzielle und Open-Source Antivirus-Produkte einzusetzen. Allerdings empfiehlt Kerio die Sophos-Engine, da diese bei der UTM-Installation ein durchgängiges und reibungsloses Setup ermögliche.

Kerio Control unterstützt alle gängigen 32-Bit- und 64-Bit-Server- sowie Workstation-Betriebssysteme. Mithilfe eines ISO-Image lässt sich jeder PC zur UTM-Appliance umfunktionieren, außerdem steht Kerio Control 7 als Virtual Appliance für VMware zur Verfügung. Die Administration erfolgt über eine Web-basierende Oberfläche.

Bei der Analyse und Auswertung von Netzwerk- und Web-Aktivitäten kommt Kerio StaR zum Einsatz. Die Komponente unterstützt IT-Administratoren beim Aufspüren von Sicherheitsbedrohungen, Verkehrsmustern und Durchsatzengpässen mithilfe von Trend Reports. Ebenso wie die neue Web-Administration ist der Zugriff auf Kerio StaR von jedem Browser aus möglich.

Bei der VPN-Funktion (Virtual Private Network) legt Kerio das Hauptaugenmerk auf ein Client-to-Server-VPN und stellt VPN-Clients für alle wichtigen Plattformen wie Mac, Windows und Linux bereit. Beim Kauf von Kerio Control entstehen für die VPN-Clients keine zusätzlichen Kosten.

Kerio Control ist ab sofort weltweit bei 4.400 Business-Partnern von Kerio erhältlich. Die Basislizenz von Kerio Control für fünf Benutzer kostet 179 Euro in der Standardversion oder 214 Euro mit integriertem Virenscanner von Sophos. In den Lizenzen sind technische Unterstützung per Telefon und E-Mail sowie alle Updates, Patches und neue Versionen für das erste Jahr enthalten. Über die Kerio-Website kann eine 30-Tage-Testversion von Kerio Control 7 angefordert werden.

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