Forschungsprojekt vorgestellt

„Shield of Things (ShoT)” sichert IoT-Geräte ab

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Das Projekt ShoT widmet sich der IoT-Sicherheit.
Das Projekt ShoT widmet sich der IoT-Sicherheit. (Bild: Frankfurt UAS)

Das Forschungsprojekt „Shield of Things (ShoT)“ der Frankfurt University of Applied Sciences hat sich gemeinsam mit der Novalist IT AG mit der Entwicklung eines multifunktionalen IoT-Gateways befasst.

Speziell Datenschutz und Sicherheit standen im Mittelpunkt des ShoT-Projekts, das im Sommer 2015 an den Start ging. Für die Durchführung war die Forschungsgruppe für Netzwerksicherheit, Informationssicherheit und Datenschutz der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) verantwortlich. Ziel war die Entwicklung eines multifunktionalen IoT-Gateways zur Anbindung entsprechender Endgeräte. Dabei wurde vor allem auf einen Mehrwert für die Benutzer geachtet, der durch fortschrittliche Sicherheitsfunktionen im Router-Gateways generiert wird. Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen sowie Privatanwender, die bislang aus Sicherheitsbedenken auf den Einsatz von IoT-Geräten verzichteten.

Filter sorgt für Sicherheit

Das ShoT-Projekt sorgt für einen Filter, der sich zwischen IoT-Gerät und der Übertragung der Daten in die Cloud befindet. Er prüft und entscheidet nach vorgegebenen Regeln, welche Daten weitergegeben werden und welche nicht. Auf diese Weise bleiben personenbezogene Daten oder Firmengeheimnisse geschützt. Die Regeln lassen sich beliebig gestalten. ShoT soll damit mit geringem finanziellem Aufwand ein Höchstmaß an IoT-Sicherheit ermöglichen. Der zentrale Ansatz ist gegenüber den bislang üblichen Einzellösungen und der damit verbundenen begrenzten Interoperabilität im Vorteil und setzt auf bestehenden Technologien auf. Das nötige multifunktionale IoT-Gateway wird direkt in marktübliche Router integriert, was die Komplexität zusätzlich verringert. Es kontrolliert sowohl die Kommunikation der IoT-Geräte untereinander als auch die Datenübertragung zu externen Komponenten und Cloud-Services.

Praxisnah erprobt

Die Forscher erprobten ihr Konzept auch in einer Testumgebung: In einem virtuellen Produktionsszenario wurde der Einsatz von IoT-Lösungen simuliert. Der Filter sollte dabei die Geheimhaltung der Prozesse gewährleisten. „Unsere gesetzten Ziele konnten wir vollständig erreichen. Insbesondere die angedachten Mehrwertfunktionen, die den Datenschutz und die Sicherheit von IoT-Netzwerken verbessern, konnten prototypisch implementiert und getestet werden. Aus Sicht der Frankfurt UAS war das Projekt also ein voller Erfolg, da im Gegensatz zu bisherigen IoT-Lösungen Schwächen in puncto Datenschutz und -sicherheit behoben werden konnten“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Martin Kappes.

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