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Virtualisierung für ARM-CPUs mit TrustZone Sicherer Hypervisor für 64 Bit ARM

| Autor / Redakteur: Franz Graser / Peter Schmitz

Sierraware bringt einen Hypervisor und ein Entwicklerkit für vertrauenswürdige Ausführungsumgebungen (Trusted Execution Environment, TEE) für 64-Bit-Architekturen von ARM auf den Markt.

Ein Schema der Virtualisierungstechnik von Sierraware.
Ein Schema der Virtualisierungstechnik von Sierraware.
(Quelle: Sierraware)

Der HypervisorSierraVisor des amerikanischen Softwarehersteller Sierraware erlaubt es, unterschiedliche Betriebssystemen wie Linux, BSD oder Android gemeinsam auf den ARM-Hardwareplattformen big.LITTLE, Cortex-A-53 und Cortex-A-57 zu betreiben. Unternehmen können darüber hinaus das Entwicklerkit SierraTEE benutzen, um auf 64-Bit-Geräten, die mit ARMs TrustZone-Technik ausgestattet sind, vertrauenswürdige Umgebungen einzurichten.

Das bedeutet, dass auf den Geräten ein sicheres und ein normales High-Level-Betriebssystem nebeneinander laufen. Die vertrauenswürdige Umgebung schützt sensible Daten, etwa Kontodaten für den Zahlungsverkehr oder Passwörter, gegen Attacken von außen.

Sierraware ist ein erst 2010 gegründetes Softwarehaus mit Sitz im kalifornischen Sunnyvale. Ein weiterer Firmensitz befindet sich im indischen Chennai. Erklärtes Ziel der Firmengründer ist es, bei den zukünftigen vernetzten Geräten für die Industrie, aber auch für Consumer, die Sicherheitsmängel zu vermeiden, die ihrer Meinung nach im PC-Bereich begangen wurden.

Gopal Jayamaran, CEO von Sierraware, sagte in einem Interview mit der Security Week, konventionelle PCs hätten keine integrierte Sicherheitsarchitektur. Man habe lediglich Patchwork-Lösungen wie Firewalls, Antiviren- und Malware-Scanner. Mit den neuen Hardwarearchitekturen habe man dagegen die Möglichkeit, Philosophien wie das Least-Privilege-Prinzip im System konsequent durchzusetzen.

Dieser Text erschien zuerst bei unseren Kollegen bei der Elektronik Praxis.

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