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OS-interne Security-Features bieten nur rudimentären Schutz Sicherheitsfunktionen in Microsoft Windows 7 nur für Privatanwender ausreichend

| Redakteur: Stephan Augsten

Das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 7 erscheint voraussichtlich schon im Oktober 2009. Nicht nur bei der Performance, auch bei den integrierten Sicherheitsfunktionen wie Malware-Schutz, Firewall und Verschlüsselung wurde nachgearbeitet. Doch Unternehmen sollten sich nicht allzu sehr auf diese Mechanismen verlassen, mahnt der Security-Spezialist Sophos.

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Sascha Pfeiffer, Principal Security Consultant bei Sophos: „Die integrierten Sicherheitsfunktionen in Windows 7 sind nicht auf die Anforderungen von Unternehmen ausgelegt.“
Sascha Pfeiffer, Principal Security Consultant bei Sophos: „Die integrierten Sicherheitsfunktionen in Windows 7 sind nicht auf die Anforderungen von Unternehmen ausgelegt.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Viele Unternehmen hatten auf den Umstieg auf Windows Vista verzichtet, unter anderem aufgrund des Ressourcenbedarfs und der Performance. Neue Funktionen und die bessere Ressourcen-Ausnutzung von Windows 7 könnte Firmen dazu bewegen, von Windows XP auf das vergleichsweise schlanke Betriebssystem zu migrieren.

Im Vergleich zu Windows Vista sind die vorinstallierten Schutzmechanismen von Windows 7 zwar umfangreicher und besser geworden. Doch aus Effizienz- und Compliance-Gründen sollten Firmen weiterhin zentral verwaltbare IT- und Datensicherheitslösungen einsetzen, rät Sascha Pfeiffer, Principal Security Consultant beim IT-Sicherheitsspezialisten Sophos.

„Die Sicherheitsfunktionen in Windows 7 sind vor allem auf den Einsatz auf Einzelplatzrechnern von Privatanwendern ausgelegt – nicht aber auf die Anforderungen von Unternehmen“, weiß Pfeiffer. Die Einhaltung vielfältiger Compliance-Richtlinien und der umfassende Schutz von IT-Systemen und Daten erforderten umfassende Security-Konzepte.

Eine effiziente Durchsetzung unternehmensweiter Richtlinien erfordert Sophos zufolge zusätzliche Lösungen. Nur damit ließen sich IT-Systeme und Daten plattformübergreifend vor Schadsoftware, unberechtigten Zugriffen und Datenverlust schützen sowie interne und gesetzliche Vorgaben mit überschaubarem Ressourcenaufwand durchsetzen.

„Windows 7 ist zwar in puncto Leistungsfähigkeit wie auch Sicherheit die bessere Wahl‘, so Pfeiffer weiter. Doch heutzutage ist kein Betriebssystem mehr vor Malware-Attacken gefeit. Integrierte Sicherheitsfeatures seien kein Ersatz für professionelle Lösungen von Spezialisten, die den Unternehmen auch entsprechende Beratungs- und Support-Leistungen bieten. „Dies gilt ebenso beim Einsatz alternativer Betriebssysteme wie Mac OS X“, erläutert Pfeiffer.

Detaillierte Informationen zu den Sicherheitsfunktionen in Windows 7 im Blog von Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos.

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