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7 Prognosen zur digitalen Welt Skurrile Prophezeiungen zu Onlineshopping, Spam & Co

| Redakteur: Gesine Herzberger

„Das Internet wird sich niemals durchsetzen!“ – diese und ähnliche Aussagen hört man in der digitalen Welt immer wieder. Selbst so geniale Tech-Insider wie Bill Gates ließen sich schon zu Prognosen hinreißen, über die man im Nachhinein nur milde lächeln kann.

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Viele Tech-Experten haben schon einen Blick in die Kristallkugel geworfen – aber nicht alle lagen damit so richtig, wie sie dachten und die Dinge kamen ganz anders.
Viele Tech-Experten haben schon einen Blick in die Kristallkugel geworfen – aber nicht alle lagen damit so richtig, wie sie dachten und die Dinge kamen ganz anders.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die Experten von Ve Interactive, Anbieter der einzigen datengetriebenen Fullservice-Plattform mit On- und Offsite-Lösungen zur Conversion-Optimierung, präsentieren die sieben skurrilsten Tech-Weissagungen.

„Onlineshopping: Theoretisch machbar, jedoch ein Flop bei der Durchsetzung“, TIME Magazine 1966

Das TIME Magazine ist eigentlich ein Garant für gut recherchierte Artikel und treffsichere Prognosen. Ein Artikel aus dem Jahre 1966, der sich unsere Welt zur Jahrtausendwende vorstellt, kommt neben exakten Voraussagen auch zu einer absoluten Fehleinschätzung. Die recht einfache Erklärung, warum Onlineshopping sich nicht durchsetzen würde, war, dass Frauen es einfach zu sehr lieben, aus dem Haus zu gehen und einzukaufen. Bei einem Umsatz von über 40 Milliarden Euro 2015 allein in Deutschland, kann man wohl kaum von einem „Flop“ sprechen.

„Nächstes Weihnachten wird der iPod tot sein!“, Alan Sugar 2005

Alan Sugar, britischer Elektronikunternehmer und Moderator der britischen Casting-Sendung „The Apprentice“ (das amerikanische Original moderierte ein gewisser Donald Trump), lehnte sich vor gut zehn Jahren weit aus dem Fenster. Ein wenig zu weit sogar. Das Gerät verkaufte sich selbst 2008 noch über 54 Millionen Mal. Somit ist und bleibt der iPod der erfolgreichste MP3-Player aller Zeiten. Im Gegensatz zu Sugar hatte Steve Jobs Recht, als er sagte, der iPod werde das Musikhören für immer verändern.

„Es gibt einfach nicht genug Videos, die ich sehen möchte!“, Steve Chen 2005

Fast unglaublich, dass dieser Satz vom Mitgründer des heutzutage größten Video-Netzwerkes der Welt stammt. Im März des Jahres 2005 listete das Portal zwar nur etwa 50 Videos, allerdings war die Sorge Chens, es werde bald lediglich als „netter Versuch“ in die Historie eingehen.

Völlig unbegründet übrigens, denn Google sah offensichtlich das große Potenzial und kaufte YouTube im November 2006 für mehr als 1,6 Milliarden Dollar. Über die Jahre wurde Chens Irrtum deutlich: Mehr als eine Milliarde User zählt YouTube heute; und eines der erfolgreichsten Videos, der Clip zum Song „Gangnam Style“ von Psy, wurde sogar knapp 2,5 Milliarden Mal angeklickt – bestimmt auch von Chen.

„In zwei Jahren wird das Spam-Problem behoben sein!“, Bill Gates 2004

Der Microsoft-Gründer, seit Jahren reichster Mensch der Welt, scheint Einiges richtig gemacht zu haben. Trotz des Konkurrenten Apple gibt es doch fast niemanden, der nicht wenigstens einmal das Betriebssystem mit den bunten Fenstern genutzt hat. Doch auch Mister Gates hat nicht immer den richtigen Riecher. Im Jahr 2004 ließ er sich zu der Aussage hinreißen, dass es in zwei Jahren keinen Spam mehr geben werde. Jeder, der einen E-Mail-Account besitzt, kann sich täglich vom Irrtum dieser Aussage überzeugen: Noch im Jahr 2014 wurden rund 28 Milliarden dieser nervenden Mails versendet – täglich (Quelle:Statista).

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