Datenrettung-Rückblick 2014

Smartphone Datenrettung

| Redakteur: Peter Schmitz

Dieses Smartphone war in eine Stempelmaschine geraten. Eine Reparatur war nicht mehr möglich, aber die Daten konnten durch Auslesen der Chips wiederhergestellt werden.
Dieses Smartphone war in eine Stempelmaschine geraten. Eine Reparatur war nicht mehr möglich, aber die Daten konnten durch Auslesen der Chips wiederhergestellt werden. (Bild: CBL Datenrettung)

Im Rückblick auf die Wiederherstellung von Daten im Verlauf des Jahres 2014, hat CBL Datenrettung festgestellt, dass sich die Schwerpunkte bei den von Datenverlust betroffenen Speichertechnologien verschieben. Der Boom bei Smartphones hat dafür gesorgt, dass inzwischen fast 40 Prozent der Datenverluste auf Flash-Speicherträgern entstehen.

Der massive Anstieg der Smartphone-Datenrettung von 10 auf 30 Prozent hat dazu geführt, dass mittlerweile 40 Prozent der Datenverluste auf Flash-Speicherträgern entstehen. Bei den magnetischen Festplatten kommt der Löwenanteil weiterhin aus Notebooks (ca. 25 Prozent der HDDs) und externen USB-Speichern (ca. 40 Prozent der HDDs).

Die intensive Nutzung von Smartphones und ihrer Fotofunktion in allen Lebenslagen ist offensichtlich der Grund für den massiv angestiegenen Bedarf an Datenrettung für diese Geräte. Der Wert der Daten kann sich durch wirtschaftliche Gründe, extreme emotionale Bedeutung oder juristische Beweiskraft ergeben.

Solid State Drives (SSD) machen derzeit erst etwa vier Prozent der Anfragen aus, doch CBL Datenrettung erwartet hier mit den weiter fallenden Preisen für die Halbleiterfestplatten im nächsten Jahr eine Steigerung.

Trends in der Haltung zur Datenrettung

Das Bewusstsein für die mögliche Wiederherstellbarkeit verlorenen Daten hat offensichtlich zugenommen, da die Zahl der Anfragen gerade technisch weniger versierter Privatanwender zugenommen hat. Die Schattenseite dieser Entwicklung ist der steigende Anteil an Datenverlusten, die durch das unsinnige Bearbeiten von Hardwarefehlern mit Datenrettungssoftware oder gar durch Experimente an der Hardware verschlimmert oder endgültig gemacht werden. Etwa jeder zwanzigste Fall wird dadurch unnötigerweise aufwendiger und teurer. Bei RAID-Arrays werden sogar 30 Prozent der Fälle durch den Kunden verschlimmert.

Auffällig in den Beschreibungen der Geschehnisse, die zu einem Notebook-Festplattenversagen geführt haben, ist, dass die meisten Kunden im Umgang mit Mobilgeräten keinen Unterschied zwischen Telefonen und Tablets mit erschütterungsunempfindlichen Flash-Speichern und Notebooks mit magnetischer Festplatte machen. Dass schon das Herumlaufen mit einem Notebook, das gerade speichert, oder ein Schlag auf die Tischplatte eine Festplatte beschädigen kann, erstaunt die Mehrheit der betroffenen Kunden.

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