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Mobile Sicherheit Smartphone-Nutzer gehen auf Nummer sicher

| Redakteur: Peter Schmitz

Sicher ist sicher: 91 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer schützen ihr Gerät durch Passwort, Zahlencode oder Fingerabdruck. Das hat eine Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Zum Vergleich: 2014 schützten 72 Prozent der Befragten ihr Smartphone, 2012 sogar erst 33 Prozent.

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Smartphone-Nutzer sollten immer ein sicheres Passwort oder einen Zahlencode verwenden, um ihr Gerät zu entsperren. Der Fingerabdruck als zusätzliche Entsperr-Methode findet zunehmend verbreitung.
Smartphone-Nutzer sollten immer ein sicheres Passwort oder einen Zahlencode verwenden, um ihr Gerät zu entsperren. Der Fingerabdruck als zusätzliche Entsperr-Methode findet zunehmend verbreitung.
(Bild: Jeshoots - Pixabay / CC0 )

Unter den privaten Smartphone-Nutzern setzen 92 Prozent auf Sicherheitsmechanismen. Bei den beruflichen Smartphone-Nutzern nutzen 95 Prozent ein Passwort, Zahlencode oder Fingerabdruck zur Entsperrung des Mobiltelefons. Lediglich 7 Prozent der Smartphone-Nutzer verzichten auf den Schutz ihres Geräts. Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat.

Fast alle Smartphone-Nutzer setzen auf Sicherheitsmechanismen zur Entsperrung ihres Mobiltelefons. Trotz moderner biometrischer Techniken: Am häufigsten werden Methoden mit Passwort oder Zahlencode verwendet.
Fast alle Smartphone-Nutzer setzen auf Sicherheitsmechanismen zur Entsperrung ihres Mobiltelefons. Trotz moderner biometrischer Techniken: Am häufigsten werden Methoden mit Passwort oder Zahlencode verwendet.
(Bild: Bitkom)

„Smartphones sind zu absoluten Allround-Geräten geworden: Wir chatten darüber, schreiben E-Mails oder lassen uns zu unserem Ziel lotsen. Entsprechend viele Informationen sind auf den Geräten gespeichert“, sagt Bitkom-Sicherheitsexperte Marc Fliehe. „Hersteller versuchen daher, Smartphones so sicher wie möglich zu machen. Um einen eventuellen Missbrauch der eigenen Daten zu verhindern, kann aber auch der Verbraucher eine Menge tun.“

So fragen die meisten Smartphones beim erstmaligen Einschalten des Geräts nach, welche Sicherheitsabfrage man nutzen möchte. Die Mehrheit derjenigen, die den Schutz verwenden, entscheidet sich für eine Passwort- oder Zahlencode-Abfrage (74 Prozent). Ein Drittel (33 Prozent) nutzt eine Musterabfrage, um das Telefon zu entsperren. Dabei fordert das aktivierte Smartphone den Benutzer auf, ein vordefiniertes Muster mit dem Finger auf dem Display nachzuzeichnen. Rund ein Viertel (23 Prozent) schützt das Smartphone mittels Fingerabdruck.

Fliehe: „Wir empfehlen, wenn möglich, den Fingerabdruckscanner zu verwenden. Dieser ist in den Geräten der neuesten Smartphone-Generation zugleich ein sehr effektiver wie auch komfortabler Schutz gegen Missbrauch.“

Egal ob mit oder ohne Fingerabdruckscanner: Smartphone-Nutzer sollten zusätzlich ein sicheres Passwort oder einen Zahlencode verwenden, um das Gerät zu entsperren. Dabei gilt es, die folgenden Aspekte zu beachten:

  • 1. Nicht das gleiche Passwort oder den gleichen Zahlencode für das Smartphone nutzen wie für andere Geräte oder Webdienste.
  • 2. Das Kennwort nicht bei sich tragen oder im Haushalt aufbewahren.
  • 3. Keine Hinweise aus dem eigenen Leben oder dem unmittelbaren Umfeld verwenden (zum Beispiel Name der Freunde oder das Geburtsdatum), die auf das Kennwort schließen lassen.
  • 4. Passwörter sollten mindestens zwölf Zeichen lang sein, Zahlencodes mindestens acht Zeichen.
  • 5. Passwörter sollten sowohl aus einer Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen als auch aus Groß- und Kleinschreibung bestehen.
  • 6. Passwort und Zahlencode regelmäßig ändern.

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