Cyberkriminelle und mobile Malware

Smartphones in Gefahr

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Zuwachsraten bei mobiler Malware

Es verwundert nicht, dass in Sachen Malware die mobilen Schädlinge die höchsten Zuwachsraten haben. Im Jahresreport von ESET ist ein Zuwachs von 63 Prozent mobiler Malware Funde im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Laut Kasperskys Jahresstatistik stieg die Anzahl mobiler Phishing-Angriffe im selben Zeitraum gar um das 19,7-fache an. Insgesamt kannte Kaspersky im Jahresreport 2013 148.877 mobile Malware. Im gleichen Jahr wurden alleine 104.427 von Kaspersky auch entdeckt. Die Zuwachsraten lagen bei über 43% vom ersten zum zweiten Quartal des Jahres 2013. Alle Sicherheitssoftwarehersteller stimmen darüber überein, dass sich diese Tendenz weiter fortsetzen wird.

Das Ziel heißt Android

Apples iOS ist sicherlich nicht unangreifbar, dass zeigte die SSL-Sicherheitslücke „Goto-Fail“ erst kürzlich. Allerdings ist das Betriebssystem ohne Jailbreak nach wie vor sehr restriktiv. Alle Apps laufen in einer Sandbox ab, die den Zugriff auf systemrelevante Prozesse verhindert. Zudem wird jede App, die in Apples AppStore landet, zuvor vom Unternehmen aus Cupertino auf alle möglichen Richtlinien hin überprüft. Dieses geschlossene System, das viele Apple zum Vorwurf machen, ist zumindest in Sachen Sicherheit aktuell unschlagbar.

Android hingegen gilt schon immer als offen und für jeden Nutzer gut konfigurierbar. Durch das offene System kommt es immer wieder vor, dass es bösartige Software in Googles PlayStore schafft. Apps tarnen sich beispielsweise in Form von Trojanern als harmlose Dienste und zocken gleichzeitig per Premium SMS Geld ab. Aber dies ist nur eine der potenziellen Bedrohungen, die zukünftig auf uns warten könnten. Einige Sicherheitslücken rücken nun auch in den Fokus des Fraunhofer SIT.

Laut Kaspersky kam es im letzten Jahr zum ersten Mal dazu, dass ein Smartphone einen Windows Computer infiziert hat. Der Virus kam in Form einer Optimierungsapp aufs Smartphone, kopierte sich von dort aus auf die SD Karte des Telefons und wurde von da, beim Anschluss des Smartphones an den Computer, per USB-Emulationsmodus an den Windows XP Computer weiterversendet. Die Kombination von infiziertem Computer und Smartphone ist für Cyberkriminelle besonders erstrebenswert. Freigaben für Online-Überweisungen erfolgen häufig über mTANs, die per SMS an die Bankkunden gesendet werden. Haben Cyberkriminelle also Zugriff auf Smartphone und Computer steht der kriminellen Übernahme des Bankkontos zumeist nicht mehr viel im Wege.

Der Angriff von Smartphone auf Computer ist möglicherweise nur die Spitze des Eisberges, vorstellbar ist es nämlich ebenso, dass Malware verseuchte Smartphones ganze Netzwerke angreifen und infizieren können.

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