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Wie sich betagte Server sicherer und stabiler weiter betreiben lassen

So machen Unternehmen Windows Server 2003 fit und sicher

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Server virtualisieren

Wollen Unternehmen Windows Server 2003 dauerhaft einsetzen, zum Beispiel weil bestimmte Anwendungen auf dem Server schlicht und ergreifend nicht für neuere Server-Versionen in Frage kommen, bietet sich eine Virtualisierung des Servers an. Der Vorteil dabei ist, dass die Sicherung einfacher durchgeführt werden kann und durch die Virtualisierung auch die Sicherheit im Netzwerk erhöht werden kann. Durch spezielle Linux-Distributionen wie „IPCop“ lassen sich zum Beispiel virtuelle Server auf Basis von Linux erstellen, die sich als Firewall für Windows Server 2003 einsetzen lassen.

Es bietet sich an, die Server zu virtualisieren.
Es bietet sich an, die Server zu virtualisieren.
(Bild: karelnoppe / Fotolia)

Basis solcher Virtualisierungen können durchaus kostenlose Lösungen wie „VMware ESXi“ oder „Hyper-V Server 2012 R2“ sein. Auch mit kostenlosen Tools wie „Disk2VHD“ lassen sich die Festplatten des Servers in virtuelle Festplatten überführen. Diese können als Basis virtueller Server dienen, während der eigentliche Server bis zur Datenübernahme parallel weiterlaufen kann.

Migration mit Microsoft-Unterstützung planen und Betrieb in der Cloud prüfen

Microsoft bietet für Unternehmen mit Windows Server 2003 das Online-Tool „Windows Server 2003 Migration Planning Assistant“. Mit diesem planen Unternehmen die spätere Migration von Server und Server-Anwendungen in der Cloud oder in virtuelle Umgebungen. Auch wenn Unternehmen aktuell keinen Umstieg planen, sollte eine potentielle Migration in Erwägung gezogen werden.

Microsoft unterstützt bei der Migration zu neueren Server-Versionen.
Microsoft unterstützt bei der Migration zu neueren Server-Versionen.
(Bild: Microsoft)

Aktualisierung zu Windows Server 2008/2008 R2

Eine weitere Möglichkeit einen Server mit Windows Server 2003 länger einsetzen zu können, ist die Aktualisierung zu Windows Server 2008/2008 R2. Das geht allerdings nur, wenn Unternehmen eine entsprechende Lizenz zur Verfügung haben.

Der Vorteil dabei ist, dass die Aktualisierung In-Place funktioniert, der bestehende Server kann also direkt aktualisiert werden. Außerdem können die alte Hardware und andere Geräte weiter verwendet werden. Außerdem wird dadurch der Support verlängert, da Windows Server 2008/2008 R2 noch einige Jahre länger unterstützt wird.

Bevor Administratoren einen Server von Windows Server 2003 direkt auf Windows Server 2008/2008 R2 aktualisieren, sollten zunächst installierte Sicherheitsprogramme und Antivirenschutzprogramme deaktiviert werden. Arbeiten Unternehmen mit Netzwerküberwachungsprogrammen, sollten sie beachten, dass Administratoren den Computer den in den Wartungsmodus versetzen.

Alle installierten Anwendungen, Management-Packs für Netzwerküberwachungsprogramme und Tools müssen kompatibel zu Windows Server 2008/2008 R2 sein. Windows-Firewall-Einstellungen dürfen Verbindungen zu anderen Servern nicht blockieren. Aktualisieren Administratoren einen Domänen-Controller, muss zuvor das Active Directory für Windows Server 2008/2008 R2 vorbereitet werden. Administratoren benötigen dazu das Tool „Adprep“ aus dem Verzeichnis \Support\Adprep von der Windows Server 2008 R2-DVD.

Der Autor:

Thomas Joos ist Autor zahlreicher Fachartikel und Fachbücher sowie Blogger auf DataCenter-Insider: "Toms Admin-Blog"

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