Trends und Vorhersagen

So wird 2019 für Security-Experten

| Autor / Redakteur: Mounir Hahad / Peter Schmitz

Datenschutz und Cyberkriminelle werden Security-Experten auch 2019 auf Trab halten.
Datenschutz und Cyberkriminelle werden Security-Experten auch 2019 auf Trab halten. (Bild: Pixabay / CC0)

2018 drehte sich alles um die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und die Auswirkungen dieser veränderten europäischen Datenvorschriften. Dies verändert die Art und Weise, wie Unternehmen ihre Geschäfte weltweit abwickeln. Datenschutz wird auch 2019 ein globaler Schwerpunkt sein.

Die neuen Datenschutz-Anforderungen schlagen auch weiterhin hohe Wellen, so dass Datenschutz auch 2019 ein globaler Schwerpunkt sein wird. Zum einen konkretisieren sich neue Vorschriften wie die E-Privacy-Verordnung (ePVO), andererseits wollen weitere Regionen in den USA eigene Datenschutzgesetze umsetzen, die weltweite finanzielle Implikationen haben könnten. 2019 wird sicherlich auch das Jahr sein, in dem sich viele Unternehmen mit den Auswirkungen der DSGVO auseinandersetzen müssen.

Geldbuße durch Datenschutzverstöße und -verletzungen erhöhen sich 2019

2018 verloren unzählige Unternehmen eine Vielzahl wertvoller Kundendaten. Man sollte meinen, dass die hohen Geldbußen und rechtlichen Probleme ein Warnsignal für den Rest gewesen sein sollten, sich anzupassen. Allerdings werden sich diese Herausforderungen auch 2019 nicht lösen, im Gegenteil: Wie dies häufig der Fall ist, wird die Lage erst einmal schlimmer, bevor sie sich bessert. Unternehmen, die dieses Schicksal vermeiden möchten, müssen Best Practices anwenden. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz sicherer Router, das zeitnahe Patchen von Servern, die Sicherung ihrer Multicloud-Implementierungen und regelmäßige Penetrationstests. Der Datenschutz wird weltweit auch 2019 ein Schwerpunkt bleiben. Neue Vorschriften wie die ePVO werden konkret und weitere Regionen setzen eigene Datenschutzgesetze um, die entsprechende Auswirkungen haben könnten.

Krypto-Jacking verzehnfacht sich 2019

Krypto-Jacking wird 2019 auch weiterhin eine Bedrohung sein. Cyber-Kriminelle wenden sich von reinem Malvertising ab und orientieren sich Richtung Krypto-Jacking. Bereits 2018 gab es einen deutlichen Anstieg beim Krypto-Jacking, wobei diese Taktik bei weitem noch nicht den Bekanntheitsgrad erreicht hat, wie Ransomware oder DDoS. Die Popularität von Krypto-Jacking wird sich parallel zu den Preisen von Monero und Ethereum entwickeln – ebenso wie browserbasiertes Krypto-Mining auf legitimen Websites an Bedeutung gewinnt.

US-Volkszählung 2020 führt zu Cyber-Risiken

Im Jahr 2020 wird die US-Zählung erstmals online durchgeführt. Die Vereinigten Staaten haben bereits mit der Vorbereitung darauf begonnen. Sie müssen proakiv daran arbeiten, mögliche Cyber-Risiken zu adressieren, bevor die Öffentlichkeit ihre Daten im Rahmen der Volkszählung online einspeisen kann. Wären Cyber-Kriminelle in der Lage, die Volkszählung und die erhobenen Daten erfolgreich zu manipulieren, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf kritische Bereiche haben, die von öffentlicher Relevanz sind. Dazu gehört beispielsweise die Aufteilung der Sitze im Kongress und der staatlichen Gesetzgebung, die Verteilung von Bundes- und Landesmitteln, die Social Security-Planung und vieles mehr. Wir werden 2019 sehen, wie die USA diesen neuen Ansatz verfolgen und gewährleisten, dass die gesammelten sensiblen Daten nicht manipuliert werden. Darüber hinaus erwarten wir auch die Versuche einiger staatlich geförderter Akteure, die frühzeitig die Prozesse und Tools zu infiltrieren.

Über den Autor: Mounir Hahad ist Head of Threat Research bei Juniper Networks.

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