Die Gefahr aus der Wolke

Sony- und Amazon-Probleme schüren Zweifel an externer Datenhaltung

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Schwarze Schwäne

Was lässt sich aus dem, inzwischen als „Sonygate“ bekannten Hack lernen? Schwarze Schwäne durchkreuzen etablierte Grundannahmen nicht nur in der Finanzwirtschaft (europäische Staatsanleihen sind sicher) und der Atomindustrie (moderne Kernkraftwerke können nicht explodieren), sondern auch in der Informationstechnologie (man kann hochsensible Daten wirksam vor Hackern schützen). In Bezug auf Cloud Computing ist diese letztgenannte Erkenntnis besonders brisant. Denn es ist eines der Hauptargumente für Public-Cloud-Modelle, dass die professionell betriebenen Rechenzentren der „Cloud-Konzerne“ weitaus sicherer sind, als es ein paar schnöde Server in einem mittelständischen Betrieb jemals sein können.

Gegenfrage

Allerdings muss dann auch eine Gegenfrage erlaubt sein: Ist es nicht erst das immense Datenvolumen in großen Cloud-Rechenzentren, die Hacker anlocken? In diesen zwielichtigen Kreisen wird nach Datensätzen abgerechnet. Allein für gültige E-Mail-Adressen werden im Spammer-Dunstkreis pro Stück ein paar Cent bezahlt. 77 Millionen (erster Hack) plus 25 Millionen (zweiter Hack) Datensätze bedeuten für die beteiligten zwielichtigen Gestalten einen enormen wirtschaftlichen Erfolg. Inwieweit Kreditkartenvergehen hinzu kommen, bleibt abzuwarten. Sollten Kreditkarten ausgetauscht werden müssen und Regressforderungen auf Sony zukommen, könnte das den japanischen Konzern Milliarden kosten, rechnete die Financial Times Deutschland vor.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zum Amazon-Fauxpas und ein Fazit.

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