Die Gefahr aus der Wolke

Sony- und Amazon-Probleme schüren Zweifel an externer Datenhaltung

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Das Amazon-Desaster

Wie sieht es mit anderen Grundannahmen aus, die externe Datenhaltung im Besonderen und Cloud-Computing-Modelle im Allgemeinen betreffen?

Der Ausfall begann am 21. April 2011 um 9:30 Uhr nach hiesiger Zeit. K.O. gingen die Services des Amazon-Angebots „Elastic Block Store“ (EBS), die normalerweise vom wichtigsten Rechenzentrum des Web-Tycoons in Ashburn, Virginia, bereit gestellt werden.

Ungefähr zwölf Stunden später gab der Konzern bekannt, dass die Web-Services der Amazon-Cloud grundsätzlich wieder laufen. Allerdings habe man Wiederherstellungs-Routinen angeworfen.

Um 1:00 Uhr nachts am 24. April gab das Unternehmen dann bekannt, dass die Services nunmehr allesamt stabil arbeiteten, die Wiederherstellung jedoch noch andauere. Bis dann tatsächlich die „Amazon Web Services“ (AWS) korrekt funktionierten, war es an der Ostküste der USA schon der 25. April, und noch immer liefen die „Relational Database Services“ nicht rund. Das alles habe so lange gedauert, weil man Standard-Routinen zur Wiederverwendung freigewordener Kapazitäten nicht folgen wolle, solange ungeklärt war, ob alle Daten wiederhergestellt werden konnten. Der letzte Halbsatz ist der entscheidende.

Fazit

Steht der vielbeschworene Cloud-Computing-Erfolg damit auf tönernen Füßen und wird bedroht von weiteren medienwirksamen Desastern? Eher nein, denn die Vorteile der As-a-Service-Modelle sind immens (siehe Seite 4). Aber Ereignisse wie das Sonygate und die „fast verlorene Amazon-Wolke“ könnten IT-Entscheider stärker für Private-Cloud-Modelle begeistern, die in As-a-Service-Szenarien einen Kompromiss zwischen komplett externer und interner Datenhaltung darstellen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite eine Sammlung gängiger Pro- und Contra-Argumente zum Thema Cloud Computing.

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