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Kaspersky Lab Spam-Report für März 2011 Spam-Anteil an E-Mail-Aufkommen steigt trotz Botnetz-Abschaltung

| Redakteur: Stephan Augsten

Obwohl das Botnetz Rustock im März 2011 abgeschaltet werden konnte, legte Spam im Vergleich zum Vormonat zu. Dies geht aus dem Spam-Report für März 2011 von Kaspersky Lab hervor. Demnach ist der Spam-Anteil am weltweiten E-Mail-Verkehr um 0,9 Prozentpunkte auf durchschnittlich 79,6 Prozent gestiegen.

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Spam-Versender versuchen derzeit, ihre Botnetz-Infrastruktur wieder aufzubauen.
Spam-Versender versuchen derzeit, ihre Botnetz-Infrastruktur wieder aufzubauen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Im März kam es infolge der Abschaltung des Rustock-Botnetzes zwar zu einer kurzfristigen Verringerung des Spam-Volumens. Letztlich lag der Spam-Anteil am weltweiten E-Mail-Verkehr im März jedoch um beinahe einen Prozentpunkt höher als noch im Februar.

Wie Kaspersky mutmaßt, sind die Cyber-Kriminellen allerdings auch bemüht, ihre Botnetz-Infrastruktur in den USA wieder herzustellen. Denn dortige E-Mail-Nutzer waren im März besonders beliebte Spam-Ziele – obgleich die Vereinigten Staaten gerade einmal den siebten Platz in der Topliste der Spam-Herkunftsländer belegen.

Um möglichst viele E-Mail-Nutzer in die Falle zu locken, setzten die Spammer vor allem Themen mit Sensationspotential. Neben der Japan-Katastrophe wurde unter anderem auch der Libyen-Krieg als Social-Engineering-Trick missbraucht.

Kaspersky geht davon aus, dass die durchschnittliche Spammenge in den kommenden Wochen weiter zunehmen wird und bald ein ähnlich hohes Niveau wie im Mai und Juni 2010 erreicht. Dem damaligen Spam-Report zufolge lag die Rate seinerzeit bei über 84 Prozent.

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