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Sophos Spam-Statistik Spam stammt zunehmend aus Europa, Botnetze fördern E-Mail-Versand

| Redakteur: Stephan Augsten

Beim Spam-Versand hat Europa den bisherigen Spitzenreiter Asien vom ersten Platz verdrängt. Dies geht aus der aktuellen Sophos-Spam-Statistik „Das Dreckige Dutzend“ hervor. Maßgeblichen Anteil daran haben vor allem Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Im Ländervergleich dominieren allerdings weiterhin die USA.

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Beim Spam-Versand löst Europa im Kontinentalvergleich den bisherigen Spitzenreiter Asien ab.
Beim Spam-Versand löst Europa im Kontinentalvergleich den bisherigen Spitzenreiter Asien ab.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit einem Anteil von gut 15 Prozent am weltweiten Spam-Aufkommen bleibt Amerika unangefochtener und unrühmlicher Spitzenreiter beim Versand unerwünschter E-Mail-Nachrichten. Indien kommt als zweitplatzierte Nation gerade mal auf die Hälfte dieses Wertes, auf Brasilien entfällt noch ein Anteil von 5,5 Prozent. Derweil rangiert die vermeintliche Spammer-Hochburg China auf Platz 20.

Großbritannien steigt mit einem Anteil von 4,6 Prozent am weltweiten Spam-Aufkommen um fünf Plätze nach oben und befindet sich aktuell auf Platz Vier der Top-Spammer-Nationen. Gemeinsam mit Frankreich (4,1 Prozent), Deutschland (4 Prozent), Italien (3,5 Prozent) und Polen (2,5 Prozent) sorgt Großbritannien dafür, dass Europa Asien im Kontinentalvergleich von der Spitzenposition verdrängt.

Über ein Drittel aller Spam-Mails (35 Prozent) war im zweiten Quartal 2010 europäischer Herkunft, aus Asien stammen 30,9 Prozent der weltweit versendeten Spam-Mails. Nordamerika behauptet mit knapp 19 Prozent den dritten Platz und reicht selbst mit Südamerika (11,5 Prozent) zusammen nicht an Asien heran.

Fast 97 Prozent aller E-Mails, die auf Email-Servern von Firmen eingehen, sind Sophos zufolge Spam. Und nahezu alle Spam-Mails werden von Bot-Rechnern versendet, die mit Schadprogrammen infiziert sind.

Graham Cluley, Senior Technology Consultant von Sophos, äußert sich fast schon resignierend zu dieser Problematik: „Es ist ein mühseliger Weg, Anwender über die Gefahren von Links oder Anhängen in Spam-Mails aufzuklären und über die Tatsache, dass ihre Rechner möglicherweise bereits unter der Kontrolle von Cyberkriminellen sind.“

Weitere Informationen im Sophos-Blog von Graham Cluley.

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