Suchen

iPhone-Spyware im Web entdeckt Spionage-Tools lesen sensible Inhalte auf Apple-Smartphones mit

| Redakteur: Stephan Augsten

Während an Heiligabend „Jingle Bells“ durch zahlreiche Wohnzimmer schallt, testen vermutlich viele Beschenkte die Klingeltöne ihres neuen Smartphones. Auf etlichen Wunschzetteln dürfte das iPhone von Apple ganz oben stehen. Jedoch könnte das Geschenk laut Antivirus-Hersteller F-Secure gleich ein unerwünschtes Spionage-Feature mitbringen.

Firmen zum Thema

Schöne Bescherung: SMS, E-Mails und andere sensible Daten sind auf dem iPhone nicht mehr sicher aufgehoben.
Schöne Bescherung: SMS, E-Mails und andere sensible Daten sind auf dem iPhone nicht mehr sicher aufgehoben.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zwei Hersteller rühmen sich derzeit im Internet damit, die vermutlich erste Spyware für das iPhone anbieten zu können. Laut den Anbietern sei damit das Mitlesen und Übertragen von SMS, E-Mails und Telefondaten unbemerkt möglich.

Bereits erhältlich ist laut dem Blog-Eintrag von F-Secure die Lösung Mobile Spy, die nur auf den 3G-Versionen des Apple-Smartphones läuft. Außerdem muss der Zugriff auf das Dateisystem des iPhone bereits durch einen so genannten Jailbreak gewährleistet sein.

Ab 21. Dezember soll auch das Spionage-Software iSpy verfügbar sein, das laut Hersteller sowohl auf älteren als auch aktuellen Modellen des iPhones installiert werden kann. In diesm Fall scheint es so, als sei die Software in der Lage das iPhone selbstständig freizuschalten, sich zu installieren und das Dateisystem anschließend wieder zu sperren.

iPhone-Spyware kommuniziert mit Web-Servern

Natürlich muss der Anwender zur Installation physikalisch auf das iPhone zugreifen können. Fragt sich, ob Sicherheitsverantwortliche im Unternehmen oder besorgte Eltern ein solches Feature nutzen wollen. Denn sämtliche Logs und ausspionierten Daten werden – wie es heißt – an einen „sicheren Web-Account“ verschickt, nicht etwa an die eigene E-Mail-Adresse.

Hingegen dürften Cyber-Kriminelle sich für die Mechanismen der Software-Angebote durchaus interessieren, um sie in eigenen Smartphone-Crackern zu verwenden. Im F-Secure stellt man sich nun bereits die Frage, wie Apple auf die Spyware-Offensive reagieren wird.

In jedem Fall erscheinen die Angebote der Hersteller sehr dubios. Zweifel an der Seriösität von iSpy dürften spätestens kommen, wenn man die entsprechende Werbung genauer studiert: Darin heißt es nämlich: „[iSpy] lets you secretely read iPhone SMS, Email, Call Records and GPS Locations […].“ Diese Formulierung scheint im wahrsten Sinne des Wortes absonderlich, denn „insgeheim“ übersetzt man „secretly“.

(ID:2018574)